Abschaffung des Akkreditierungsverfahrens gefordert
(red/pm) Der Aktionsrat Bildung hat die Kultusministerkonferenz aufgefordert, ein neues institutionelles Qualitätsauditsystem an Hochschulen einzuführen. Es soll an die Stelle des derzeitigen Akkreditierungsverfahrens von einzelnen Studiengängen treten und eine höhere Qualität der Lehre sowie ihre internationale Anschlussfähigkeit sicherstellen.
16.04.2013 ArtikelDas ist das Ergebnis des neuen Gutachtens "Qualitätssicherung an Hochschulen: von der Akkreditierung zur Auditierung", das der Aktionsrat heute in München vorgestellt hat. "In den zurückliegenden Jahren vermehrten sich die Klagen aus den Hochschulen über die Akkreditierungsverfahren im Hinblick auf ihren bürokratischen und finanziellen Aufwand. Es bedarf daher eines raschen Reformprozesses mit dem Ziel, staatliche Genehmigungsverfahren und Detailkontrolle durch qualitätsorientierte Beratung von Auditierungsagenturen zu ersetzen. Sie stellen Mindeststandards und mehr Eigenverantwortung der Hochschulen im Qualitätsmanagement sicher", erklärte der Vorsitzender des Gremiums, Prof. Dr. Dieter Lenzen.
Alfred Gaffal, Präsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. forderte die bayerische Staatsregierung auf, "die Vorlage für das Qualitätsauditsystem zu prüfen, beim Bund einzubringen und in Bayern umzusetzen. Damit kann der Freistaat erneut seine Vorreiterrolle in der Bildungspolitik dokumentieren."
Die Empfehlungen des Aktionsrats Bildung sowie das vollständige Gutachten sind unter www.vbw-bayern.de/Auditierung abrufbar.
Der von der vbw initiierte Aktionsrat Bildung konstituierte sich im Jahr 2005. Mitglieder sind Prof. Dr. Dieter Lenzen (Vorsitz), Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld, Prof. Dr. Wilfried Bos, Prof. Dr. Hans-Dieter Daniel, Prof. Dr. Bettina Hannover, Prof. Dr. Manfred Prenzel, Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach, Prof. Dr. Rudolf Tippelt und Prof. Dr. Ludger Wößmann.
Keine Kommentare vorhanden