Andreas Schleicher: Studiengebühren nicht für geringe Absolventenzahl verantwortlich
(bikl)Während in Australien und Neuseeland fast die Hälfte eines Jahrgangs eine Hochschul- oder Fachhochschulabschluss errreicht, und im OECD Mittel die Quote immerhin noch 36 Prozent beträgt, stagniert diese Zahl in Deutschland und Österreich bei 20 Prozent. Die neuen Studiengebühren, so der Leiter der PISA-Studien, Andreas Schleicher jetzt in einem Interview mit Jochen Picht von der OECD, können nicht als Argument für diese Ergebnisse herangezogen werden
18.09.2007 Artikel"Deutschland und Frankreich sind die beiden Länder mit den größten sozialen Unterschieden beim Hochschulzugang - trotz weitgehend gebührendfreiem Studium. Das Schulsystem und auch die Tatsache, dass schon vor der Schule Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen keine ausreichende Förderung bekommen, das schafft hier die wesentlichen Hürden, wesentlich größere Hürden als die Studiengebühren", betont der OECD-Experte.
In Ländern, wo die öffentlichen Ausgaben für Hochschulen unzureichend seien, gebe es also durchaus Argumente dafür, Studierende an den Kosten ihrer Ausbildung zu beteiligen, "da sie auch später durch höhere Einkommen von dieser Bildungsinvestition profitieren", so Schleicher.
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