Ausgaben der Hochschulen im Land steigen im Jahr 2010 um 7 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro
Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der jährlichen Hochschulfinanzstatistik feststellt, haben die Ausgaben der staatlichen und privaten Hochschulen 1) in Baden-Württemberg im Jahr 2010 insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro betragen. Damit sind die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 196 Millionen bzw. nahezu 7 Prozent gestiegen. Dabei sind 70 Prozent aller Ausgaben (ca. 2,2 Milliarden) bei den Universitäten angefallen.
20.02.2012 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-WürttembergDie laufenden Ausgaben beliefen sich auf gut 2,7 Milliarden Euro. Der Hauptanteil an den Hochschulausgaben insgesamt (63 Prozent) sind dabei die Personalausgaben. Die Investitionsausgaben haben 490 Millionen bzw. 15 Prozent aller Ausgaben betragen. Dabei ist ein starker Zuwachs von Ausgaben für den Erwerb von Grundstücken und für Baumaßnahmen zu verzeichnen (um 94 Millionen oder plus 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr), wobei die starke Steigerung nahezu ausschließlich durch den Zuwachs bei den Universitäten (plus 88 Millionen oder annährend 50 Prozent) hervorgerufen wurde.
Die Einnahmen 2) der Hochschulen sind im Vergleich zum Vorjahr um 90 Millionen bzw. 9 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro angestiegen. Wie bereits in den Vorjahren haben bei den staatlichen Hochschulen die Drittmitteleinnahmen den "Löwenanteil" mit fast 71 Prozent an allen Einnahmen (ohne Träger) ausgemacht. Diese sind im Jahr 2010 um 71 Millionen oder 12 Prozent auf fast 682 Mill. angewachsen. Bei den privaten Hochschulen stellen dagegen die Beiträge der Studierenden den größten Einnahmenposten (52 Prozent aller Einnahmen ohne Träger) dar, welche im Jahr 2010 um 2,7 Millionen (7 Prozent) auf 41,1 Millionen angestiegen sind. Drittmittel spielen mit 13 Millionen bzw. etwa 17 Prozent der Einnahmen für die privaten Hochschulen eine nachgeordnete Rolle.
Während die staatlichen Hochschulen nahezu 31 Prozent (2009: gut 30 Prozent) ihrer Ausgaben durch die Einnahmen ohne Träger finanzieren konnten, decken die privaten Hochschulen mit gut 83 Prozent (2009: 78 Prozent) aller Kosten deutlich mehr durch Einnahmen von außerhalb ihrer Trägerschaft. Die Differenz zwischen Einnahmen (ohne Träger) und Ausgaben ist demnach vom Träger zu tragen (siehe auch Hinweis).
1) Ohne Hochschulkliniken. Private Hochschulen einschließlich kirchlicher, kommunaler und sonstiger Hochschulen.
2) Ohne Einnahmen vom Träger.
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