Studierendenzahlen

Aussetzung der Wehrpflicht: Keine Kompromisse bei Qualität der Lehre

"Die zusätzlichen Anfänger aufgrund der geplanten Aussetzung der Wehrpflicht schaffen weiteren Handlungsdruck für Hochschulen und politisch Verantwortliche", unterstrich die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Margret Wintermantel heute vor der Presse in Berlin. "Es darf keine Kompromisse bei der Qualität des Studiums geben."

24.11.2010 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

Sie forderte Bund und Länder auf, schnellstmöglich für Planungs- und Finanzierungssicherheit zu sorgen. "Wir schätzen aufgrund der aktuellen Daten, dass bei einer Wehrpflichtaussetzung 30.000 bis 40.000 zusätzliche Studienanfänger an die Hochschulen drängen."

Die notwendige zusätzliche Finanzierung im Rahmen des Hochschulpakts II zu leisten, sei grundsätzlich richtig. "Es geht für das kommende Jahr um einen Betrag in der Größenordnung von 200 bis 260 Millionen Euro, wenn man die im Hochschulpakt II angesetzten Kosten von 6.500 Euro pro Studierendem und Jahr zugrunde legt", erläuterte die HRK-Präsidentin. Sie verwies in diesem Zusammenhang aber erneut darauf, dass die tatsächlichen Durchschnittskosten bei 7.200 Euro liegen.

"Unabhängig von der Sondersituation durch die geplante Aussetzung der Wehrpflicht ist absehbar, dass der Hochschulpakt II zu knapp bemessen ist", sagte Wintermantel. Dies belegten alle in jüngster Zeit erstellten Prognosen. Auch beim 2010 auslaufenden Hochschulpakt I zeige sich, dass die vorgegebenen Studienanfängerzahlen weit übertroffen wurden. "Die Hochschulen sind bereits massiv in Vorleistung gegangen. Ich sehe nicht, wie die Hochschulen ohne entsprechende Finanzausstattung weitere zusätzliche Studienanfängerinnen und -anfänger aufnehmen könnten."


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