Bayerische Universitäten verliehen fast 3 800 Doktortitel

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erwarben im Prüfungsjahr 2006 an Bayerns Universitäten insgesamt 3 778 Wissenschaftler, darunter 1 535 Frauen, einen Doktortitel. In den zurückliegenden zehn Jahren reduzierte sich der Anteil der Männer an allen Neupromovierten von 68 auf 60 Prozent, während derjenige der Frauen entsprechend zunahm. Allein im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften legten 1 080 Kandidaten die Promotionsprüfung ab. In der Humanmedizin waren es mit 1 070 geringfügig weniger.

20.02.2008 Bayern Pressemeldung

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, haben die 14 Hochschulen in Bayern mit Promotionsrecht im Prüfungsjahr 2006 insgesamt 3 778 Doktortitel verliehen. Davon gingen 2 243 an Männer und 1 535 an Frauen. Während die Gesamtzahl der Promotionen im Berichtsjahr dem Schnitt der letzen 10 Jahre entspricht, befinden sich inzwischen wesentlich mehr weibliche Studierende unter den Doktoranden. Die Frauenquote betrug 2006 bei den bestandenen Doktorprüfungen 40 Prozent, 2001 hatte sie bei 35 Prozent und Mitte der 90er Jahre erst bei 32 Prozent gelegen.

Im Berichtszeitraum beschäftigten sich 29 Prozent der Promotionsschriften mit einem Thema aus dem Bereich Mathematik, Naturwissenschaften und 28 Prozent mit einem aus der Humanmedizin. Weitere 15 Prozent hatten einen rechts-, wirtschafts- oder sozialwissenschaftlichen Inhalt. Gut neun Prozent der Arbeiten behandelten ein Gebiet aus dem Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und sieben Prozent widmeten sich den Ingenieurwissenschaften. Ein längerfristiger Rückblick zeigt, dass der Anteil der Mediziner unter den Doktoranden, der vor zehn Jahren noch bei knapp einem Drittel gelegen hatte, zugunsten der übrigen Fächergruppen gesunken ist.

Mit Abstand die meisten Doktortitel, und zwar 1 041, wurden im Prüfungsjahr 2006 wieder von der Universität München vergeben. Es folgen die TU München mit 727, die Universität Erlangen-Nürnberg mit 633, sowie die Universität Würzburg mit 535 Ernennungen.

Zunehmend attraktiv sind die bayerischen Universitäten auch für ausländische Doktoranden. 2006 waren 470 von ihnen bei ihrer Promotion erfolgreich, das waren fast doppelt so viele wie 2001. Bei der Themenwahl dominierte bei den ausländischen Wissenschaftlern wesentlich stärker als bei den Promotionen von Deutschen die Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften. Sie kam auf einem Anteil von 50 Prozent, während sich mit Forschungsgebieten der Medizin nur 14 Prozent beschäftigten.


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