Berliner Chancengleichheitsprogramm an Hochschulen setzt Standards
Das "Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre" des Berliner Senates wurde evaluiert. Die Ergebnisse wurden heute im Rahmen der Tagung "Das Berliner Chancengleichheitsprogramm: erfolgreich und zukunftsweisend" vorgestellt.
01.11.2013 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDie Berliner Hochschulen verfolgen seit vielen Jahren erfolgreich das Ziel, die Anzahl der Professorinnen zu erhöhen und nehmen bundesweit Spitzenpositionen in Gleichstellungsrankings ein. Auch 2012 führte Berlin mit einem Professorinnenanteil von rund 30 Prozent die Bundesstatistik (Bundesdurchschnitt: 19,9 Prozent) an.
Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, unterstützt die Berliner Hochschulen in der Bewältigung ihrer gleichstellungspolitischen Herausforderungen: "Berlin ist Vorreiter in der Gleichstellung von Frauen an Hochschulen – unsere 30 Prozent Professorinnenanteil schlagen den Bund um Längen. Das verdanken wir auch dem Berliner Chancengleichheitsprogramm, das wir seit vielen Jahren durchführen. Hier zeigt sich, dass man mit intelligenten Strategien und langem Atem etwas bewegen kann!"
Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft: "Die Förderung von Chancengleichheit ist inzwischen zu einem Markenzeichen der Berliner Wissenschaft geworden und dient der Profilbildung und Qualitätssicherung an den Hochschulen. Unser Erfolg in der Förderung von Gleichstellung in Wissenschaft und Forschung gründet sich auf ein solides Drei-Säulen-Fundament: das Berliner Hochschulgesetz, die Hochschulverträge und die Sonderprogramme. In diesem Jahr sind von 163 Neuberufenen immerhin 72 Frauen, was einem Anteil von 44 Prozent entspricht. Die Berliner Hochschulen haben es hervorragend verstanden, ihr Engagement und ihre nachweisbaren Erfolge zur Qualitätssicherung in Forschung und Lehre einzusetzen."
2013 wurde das Programm auf Beschluss des Berliner Senats einer externen Evaluierung unterzogen. Beauftragt wurde die CHE Consult GmbH , die unter qualitativen Gesichtspunkten die Erreichung der Ziele und die Wirkung des Berliner Chancengleichheitsprogramms bewertete.
Die vorliegenden Evaluationsergebnisse bestärken das Land Berlin und die Berliner Hochschulen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: Programmstruktur und Management wurden sehr positiv bewertet. Die gelungene Einbeziehung aller Stakeholder und die Beachtung die Bedürfnisse der Fachkulturen wurden gelobt. Insgesamt zeichnen sich die untersuchten Maßnahmen durch Nachhaltigkeit und Innovationskraft aus. Ergänzend stellt die Studie fest, dass die Außenwirkung des Programms wesentlich zur Attraktivität des Hochschulstandortes Berlin beiträgt und landesweit Standards im Bereich Gleichstellung setzt.
Ziel des Berliner Chancengleichheitsprogramms ist es, die vielen hochqualifizierten Frauen dauerhaft für die Wissenschaft zu gewinnen und in Führungspositionen sichtbar zu machen. Um das zu erreichen, verbindet das Programm den Abbau struktureller Barrieren mit der Unterstützung von Karrierewegen für Nachwuchswissenschaftlerinnen. Darüber hinaus fördert es die Verankerung von Genderaspekten in Forschung und Lehre.
Die Kurzfassung des Berichtes finden Sie online unter: www.hu-berlin.de/einrichtungen-organisation/leitung/praesidialbereich/pb3/chancen
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