Besoldungsdifferenz von 15.000 Euro zwischen Hessen und Thüringen

Die Schere bei der durchschnittlichen Professorenbesoldung zwischen den Ländern ist weiterhin groß: Hessen, das per Haushaltsgesetz eine Obergrenze festgelegt hat, verzeichnet im Jahr 2008 mit 82.500 Euro das bundesweit höchste, Thüringen mit 67.610 das niedrigste Durchschnittseinkommen für Universitätsprofessoren. Die Unterschiede zwischen den Ländern haben sich damit ein wenig verringert. Die Differenz bei den Besoldungsdurchschnitten von Universitätsprofessuren zwischen den Ländern lag im Jahr 2007 noch bei 16.600 Euro. Diese Zahlen gehen aus einem Besoldungsranking hervor, das die Zeitschrift "Forschung & Lehre" in ihrer Juni-Ausgabe veröffentlicht.

29.05.2009 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)

Gegenüber 2007 gab es die höchsten Zuwächse beim Besoldungsdurchschnitt im Saarland, in Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg. Das Durchschnittseinkommen von Universitätsprofessoren in Saarland stieg um 4.373 Euro von 75.627 auf 80.000 Euro, in Bayern um 2.038 Euro von 76.996 auf 79.034 Euro, in Schleswig-Holstein um 1.912 Euro von 65.902 auf 67.814 Euro und in Hamburg um 1.804 Euro von 73.870 auf 75.674 Euro. Moderate Steigerungen gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 wiesen Brandenburg (plus 1.558 Euro), Sachsen-Anhalt (plus 1.353 Euro), Niedersachsen (plus 1.250 Euro), Nordrhein-Westfalen (plus 1.078 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 981 Euro) auf. Geringfügige Anpassungen gab es in Sachsen (plus 643 Euro), Rheinland-Pfalz (plus 371 Euro), Baden-Württemberg (plus 294 Euro). Keine Veränderungen zum Jahr 2007 verzeichneten Hessen, Berlin (72.111 Euro), Bremen (71.422 Euro) und Thüringen (67.610 Euro). Das Besoldungsranking führen Hessen, das Saarland, Bayern und Baden-Württemberg an. Das Mittelfeld erstreckt sich von Hamburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin, Bremen bis hin zu Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Zur Schlussgruppe mit einem Besoldungsdurchschnitt von unter 70.000 Euro gehören Brandenburg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Zehn Jahre Bolognareform:
Aufbruch zu neuen Ufern oder Abenteuerausflug?

Gemischte Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung über zehn Jahre Bolognareform/Fragen an HRK, Studentenwerk und DHV

Peter Gaehtgens: Bologna tut not
Ein Plädoyer für die Reform

Marius Reiser: "Standardisierung auf einem niedrigen Niveau"
Warum die Bolognareform ein Irrweg ist und was man besser machen müsste

Weitere Beiträge:

Hubert Detmer/Moritz Metzler: Berufungspraxis aktuell
Neue Trends, neue Ausstattungs-Mittelwerte

Macht Latein klug?
Pro: Stefan Kipf – Contra: Elsbeth Stern

Forschung & Lehre 6 /2009 erscheint am 29. Mai 2009. Auszüge der jeweils neuesten Ausgabe können Sie unter www.forschung-und-lehre.de lesen.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden