Duale Studiengänge an Sachsens Fachhochschulen gefragt wie nie zuvor

Im Wintersemester 2008/2009 haben mehr als 160 junge Frauen und Männer ein Studium in einem dualen Studiengang an einer sächsischen Fachhochschule begonnen. Das sind so viele wie nie zuvor. Darüber informiert heute die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Damit habe sich die Zahl von 86 Studienanfänger/innen im Vorjahr fast verdoppelt.

15.03.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Die steigende Nachfrage nach diesen dualen Angeboten zeigt, dass die Vorteile dieser Studienform - praxisorientierte Ausbildung plus hochwertiger wissenschaftlicher Abschluss – sowohl von Unternehmen als auch von Studierenden geschätzt werden. Die duale Studienform bietet neben der wissenschaftlichen Bildung eine hervorragende Vorbereitung auf das Berufsleben. Die Chancen auf einen nahtlosen Übergang in die Arbeitswelt sind bestens", so Dr. Stange. Duale Studiengänge werden derzeit an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (Mechatronik, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen), an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (Energie- und Umwelttechnik, Fernsehproduktion), an der Hochschule Mittweida (Maschinenbau) und an der Hochschule Zittau/Görlitz (Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Mechatronik, Energie- und Umwelttechnik und Maschinenbau) angeboten.

Die Ministerin verwies darauf, dass das Angebot an dualen Studienangeboten ab dem kommenden Wintersemester deutlich ausgeweitet werde. Dazu würden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds rund 400 zusätzliche Studienplätze in sogenannten kooperativen Studiengängen* geschaffen. Bis zum Jahr 2015 stünden dafür rund 18 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Damit werden die traditionell anwendungsbezogenen Studienangebote der Fachhochschulen und die bestens etablierten dualen Studiengänge der Berufsakademie Sachsen sinnvoll um eine praktische Ausbildung ergänzt", so die Ministerin.

*) Kooperative Studiengänge sollen den Kammerabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf mit einem Bachelor-Studium an einer Fachhochschule oder der Berufsakademie Sachsen kombinieren. Die Studierenden arbeiten in längeren Praxisphasen bei einem Praxispartner und erhalten hierfür auch eine Vergütung.


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