Einweihung des Stammzelltransplantationszentrums
Der Medizinstandort Würzburg hat ein neues Aushängeschild: Das Stammzelltransplantationszentrum des Universitätsklinikums Würzburg wurde am Samstag feierlich eingeweiht. "Würzburg gehört zu den Pionieren in der Stammzelltransplantation. Mit dem neuen Stammzelltransplantationszentrum und seinen verbesserten Behandlungsmöglichkeiten gerade für Kinder wird das internationale Renommee der Würzburger Hochschulmedizin weiter wachsen", erklärte Wissenschaftsminister Thomas Goppel auf der Festveranstaltung.
17.06.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst"Dies ist nicht zuletzt die Folge des großen Engagements der Bürgerinnen und Bürger in und um Würzburg für 'ihr' Klinikum." In kurzer Zeit, so Goppel, sei für das Stammzelltransplantationszentrum eine Spendensumme von über 500.000 Euro gesammelt und damit entscheidend zur Verwirklichung des 7,5 Mio. Euro teuren Zentrums beigetragen worden. "Das große Engagement der Spender zeigt, wie groß die Verbundenheit mit den Menschen ist, denen die Behandlungsmöglichkeiten des heute eingeweihten Stammzelltransplantationszentrum helfen können." Der Minister verwies darauf, dass der Freistaat Bayern seinerseits den Ausbau des gesamten Hochschulmedizinstandorts Würzburg intensiv vorantreibe. "Für die Sanierung der Zahnmedizin, die Errichtung des Zentrums für Operative Medizin und des Zentrums für Innere Medizin investiert der Freistaat Bayern allein 385 Mio. Euro. Diese Summe zeigt, welche Anstrengungen der Freistaat Bayern zur Weiterentwicklung der Medizinischen Fakultät in Würzburg und ihres Klinikums unternimmt", so Goppel. Zusätzlich seien in den letzten Jahren eine Reihe von weiteren Baumaßnahmen wie die Sanierung der Operationssäle in der Frauenklinik und in der Hautklinik verwirklicht worden. Nun sei mit dem Stammzelltransplantationszentrum ein weiteres Vorhaben erfolgreich abgeschlossen worden. "Der Standort Würzburg ist in der medizinischen Forschung heute ein Markenzeichen", hob Goppel hervor. Dies gelte gerade auch für den Bereich der Stammzelltransplantation. Beleg für die Spitzenstellung der Universität Würzburg in diesem Bereich sei etwa, dass das größte von der EU finanzierte Projekt zur Immuntherapie nach Stammzelltransplantationen hier angesiedelt sei, so Goppel.
Mit dem Transplantationszentrum erhält das Klinikum eines der deutschlandweit innovativsten Zentren dieser Art. Neuartig ist vor allem die enge räumliche und auch organisatorische Verzahnung von Kliniken: Die Universitätskinderklinik und die Medizinische Klinik II können hier unter einem Dach im Bereich der Stammzelltransplantation intensiv zusammenarbeiten. Das neue Zentrum bietet hervorragende Behandlungsmöglichkeiten etwa für Patienten mit Leukämie und für Patienten, die nach einer Chemotherapie einen Rückschlag erleiden.
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