Exzellenz liegt im Süden
(bikl) Die Würfel sind gefallen: Nur drei deutsche Hochschulen haben den Exzellenzwettbewerb gewonnen und werden künftig als Elitehochschulen gefördert. Sie alle liegen im Süden der Republik. Es sind die TU München, die LMU München und die TH Karlsruhe. Darauf, so berichten dpa und ddp übereinstimmend, verständigte sich der zuständige Bewilligungsausschuss aus Wissenschaft und Politik heute in Bonn.
13.10.2006 ArtikelMit der Exzellenz-Initiative wollen Bund und Länder die Spitzenforschung fördern. Zehn Hochschulen waren am Schluss noch im Rennen: die RWTH Aachen, die Universitäten Bremen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Tübingen und Würzburg, die Freie Universität Berlin und in München die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität. Die Hochschulen wurden durch eine unabhängige Jury - die sogenannte Gemeinsame Kommission aus DFG und Wissenschaftsrat - ausgewählt, die zum überwiegenden Teil aus ausländischen Wissenschaftlern besteht. Das noch von der damaligen Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) auf den Weg gebrachte Elite-Programm ist mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro ausgestattet. Der Bund trägt 75 Prozent der Kosten, die Länder 25 Prozent.
Wie DIE ZEIT berichtet, soll es bei der Schlussberatung über das milliardenschwere Elite-Förderprogramm offenbar zu schweren Meinungsverschiedenheiten gekommen sein. So will die Zeitung aus Kreisen der Gemeinsamen Kommission erfahren haben, dass Vertreter der Politik – darunter Bundesforschungsministerin Annette Schavan und die Länderminister Frankenberg und Zöllner – Protest gegen das Verfahren angemeldet haben. Es habe zu wenig Möglichkeit gegeben, gemeinsam über die vorliegenden Anträge abzustimmen, heißt es in dem Bericht.
Doch auch die Verlierer und neue Kandidaten haben weiterhin Chancen, an Fördertöpfe zu gelangen. Für die zweite Runde liegen der DFG bereits 20 Antragsskizzen für Elite-Universitäten vor. Die Entscheidungen darüber fallen in einem Jahr, im Oktober 2007.
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