Exzellenzinitiative
Ergebnisse der ersten Förderrunde "Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen"; Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel beglückwünscht Bayerns Universitäten: "überragende Leistung"
14.10.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und KunstVon insgesamt bundesweit 3 bewilligten Zukunftskonzepten gehen 2 an die beiden Münchner Universitäten. Sie konnten sich in der ersten Förderrunde der "Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen" in der begehrten und hoch dotierten dritten Förderlinie "Zukunftskonzepte" durchsetzen. Außerdem gehen insgesamt 5 Exzellenzcluster und 4 Graduiertenschulen an bayerische Universitäten. Bundesweit wurden 17 Exzellenzcluster und 18 Graduiertenschulen bewilligt. Dies ist das Ergebnis der Sitzung des "Bewilligungsausschusses Exzellenzinitiative", die am Freitag in Bonn stattfand. Wissenschaftsminister Thomas Goppel betonte im Anschluss an die Sitzung, dass Bayerns Universitäten damit in der ersten Förderrunde "überragend abgeschnitten haben". Die heutige Entscheidung sei auch eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Der Minister beglückwünschte die bayerischen Universitäten und dankte allen, die an den Hochschulen bei den Antragsstellungen zur Exzellenzinitiative mitgewirkt haben, für ihre hervorragende Arbeit. "Anerkennung und Respekt verdienen vor allem die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie haben in den vergangenen Monaten Enormes geleistet", so Goppel. Zugleich ermutigte er alle Universitäten des Freistaats, in der zweiten Runde des Auswahlverfahrens die Möglichkeiten der Exzellenzinitiative wahrzunehmen. Goppel: "Das Wettbewerbsverfahren ist eine große Chance, die es zu nutzen gilt." Der Minister dankte auch den Experten, die die Begutachtungen vorgenommen haben, "für ihr umfangreiches und sorgfältiges Wirken". Die deutsche "scientific communitiy" habe eine hohe wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und überragendes Engagement für die Wissenschaft in Deutschland unter Beweis gestellt.
Besonders hob Goppel die eindrucksvolle Leistung der beiden Münchner Universitäten hervor, die mit ihren Zukunftskonzepten bereits in der ersten Förderrunde zum Zug kommen. Die heutige Entscheidung belege, dass der Wissenschaftsraum München "das Potential hat, erfolgreich mit den international besten Hochschulen zu konkurrieren. Die Spitzenstellung der Münchner Universitäten wird damit eindrucksvoll dokumentiert." Die Münchner Universitäten hätten "mit einem attraktiven Umfeld deutschlandweit einmalige Entwicklungschancen", so der Minister.
Die Universitäten Erlangen-Nürnberg und Würzburg beglückwünschte Goppel zu den erfolgreich eingeworbenen Graduiertenschulen. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass ihnen im Zuge der zweiten Antrittsrunde auch der Durchbruch in der dritten Förderlinie ("Zukunftskonzeption") gelingen kann: "Beide großen nordbayerischen Universitäten haben ein enorm hohes Potential". Die hervorragende Stellung und die enorme Entwicklung der Würzburger und der Erlanger Universität in den letzten Jahren habe zuletzt das Anfang des Monats veröffentlichte DFG-Ranking bestätigt.
Bei der Förderlinie "Graduiertenschulen" konnten sich die Universitäten Erlangen-Nürnberg, Würzburg und die beiden Münchner Universitäten mit jeweils einem Antrag durchsetzen. Bei der Förderlinie "Exzellenzcluster" kamen die beiden Münchner Universitäten mit 5 Projekten zum Zug.
Der Bewilligungsausschuss Exzellenzinitiative hat heute folgende Exzellenzcluster und Graduiertenschulen bewilligt:
• Universität Erlangen-Nürnberg
Graduiertenschule: Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies • Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
Exzellenzcluster: Munich Center for Integrated Protein Science (CIPSM) – gemeinsame Antragstellung mit TUM
Nanosystems Initiative Munich (NIM) - gemeinsame Antragstellung mit TUM Munich Centre for Advanced Photonics (MAP)
Graduiertenschule:Graduate School of Systemic Neurosciences (GSNMunich) • Technische Universität München (TUM)
Exzellenzcluster: Cognition for Technical Systems (CoTeSys)
Origin and Structure of the Universe – The Cluster of Excellence for Fundamental Physics - gemeinsame Antragstellung mit LMU
Graduiertenschule: International Graduate School of Science and Engineering (IGSSE) • Universität Würzburg
Graduiertenschule: Graduate School for Life Sciences
Das insgesamt 1,9 Milliarden umfassende Programm besteht aus drei Förderlinien,
• Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (durchschnittlich je 1 Mio. Euro pro Jahr zuzüglich 20 Prozent Programmkostenpauschale; bis zu 40 Förderfälle in beiden Antrittsrunden),
• Exzellenzclustern zur Förderung der Spitzenforschung (durchschnittlich je 6,5 Mio. Euro pro Jahr zuzüglich 20 Prozent Programmkostenpauschale; bis zu 30 Förderfälle in beiden Antrittsrunden) und
• Zukunftskonzepten zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung (durchschnittlich 21 Mio. Euro pro Jahr; insgesamt 210 Mio. Euro zuzüglich 20 Prozent Programmkostenpauschale).
Das bundesweite Wettbewerbsverfahren wird in zwei Ausschreibungsrunden durchgeführt, wobei in etwa die Hälfte des Volumens für jede Ausschreibungsrunde zur Verfügung stehen. Für die zweite Ausschreibungsrunde läuft mit der Einreichung der Antragsskizzen zum 15. September die erste Stufe des Begutachtungsverfahrens.
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