Exzellenzinitiative: Verdoppelung der Einstellungen in den ersten beiden Förderlinien

Die Zahl der aus Mitteln der Exzellenzinitiative finanzierten Wissenschaftlerstellen hat sich in den Graduiertenschulen und Exzellenzclustern von 1.503 im Frühjahr 2008 auf aktuell 3.068 verdoppelt. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) zur Exzellenzinitiative hervor, über die die Zeitschrift "Forschung & Lehre" in ihrem April-Heft 2009 berichtet.

01.04.2009 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)

Gemessen am Vorjahresstand sind die 41 in 2007 bewilligten Graduiertenschulen und Exzellenzcluster um rund 200 Prozent gewachsen, die 35 in 2006 bewilligten um ca. 60 Prozent. Für die neun Zukunftskonzepte liegen keine Vergleichszahlen vor. Nach Angaben des Wissenschaftsrates werden hier derzeit 1223 Wissenschaftler aus Mitteln der Exzellenzinitiative finanziert. Durch die drei Förderlinien des Wettbewerbs wurden bislang insgesamt 326 Professuren, darunter 99 Juniorprofessuren, geschaffen.

Bis April 2008 waren lediglich 40 Prozent der insgesamt schätzungsweise 4.000 Stellen, die in den ersten beiden Förderlinien der Exzellenzinitiative beantragt worden waren, besetzt. Ein aktueller Vergleich von selbst gesetzten Zielgrößen und besetzten Positionen ergab, dass 56 Prozent der Graduiertenschulen und Exzellenzcluster 90 Prozent der Doktoranden- und Postdocs-Stellen besetzen sowie 70 Prozent der vorgesehenen Berufungen von Professuren verwirklichen konnten.

Vor allem unter den Juniorprofessuren, so das iFQ weiter, gebe es in allen drei Förderlinien einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil. 19 von insgesamt 25 aus dem Ausland rekrutierten Juniorprofessoren besäßen die deutsche Staatsbürgerschaft. "Offenbar ist gerade für deutsche Nachwuchswissenschaftler im Ausland die Ausstattung der Stellen in der Exzellenzinitiative attraktiv", schlussfolgern daraus die Autoren Stefan Hornbostel und Michael Sondermann in ihrem Beitrag.

Schwerpunkt: "Prognosen"

Thomas Macho:
Prognose statt Utopie? Zur Geschichte des Umgangs mit der Zukunft

Christian Hesse:
Prognosen - stochastisch, praktisch, klug: Kann man Aktienkurse voraussagen?

Richard Münch:
Wissenschaftliche Exzellenz von morgen

Weitere Themen:

Thomas Krüger/Georg Rudinger:
Rektoren-Ranking 2009: Ergebnisse einer Umfrage

Andreas Gelz:
"Antisarkozysme": Studenten- und Hochschullehrerproteste in Frankreich

Forschung & Lehre 4/2009 erscheint am 31. März 2009. Auszüge der jeweils neuesten Ausgabe können Sie unter www.forschung-und-lehre.de lesen.


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