Professorengehalt

Föderalismus: Bis zu 639 Euro Differenz bei monatlichem Grundgehalt von Professoren

(korrigierte Fassung) - Professoren in Baden-Württemberg und Bayern erhalten bundesweit das höchste Grundgehalt, ihre Kollegen in Berlin und Hessen das niedrigste. Auf bis zu 638,59 Euro können sich die Gehaltsunterschiede summieren. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des Deutschen Hochschulverbandes hervor, die die Zeitschrift "Forschung & Lehre" in ihrer Februar-Ausgabe veröffentlicht (Vgl. das [PDF-Dokument im Anhang](http://bildungsklick.de/datei-archiv/51670/besoldungstabelle2-12_b.pdf)).

30.01.2012 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)

In der Besoldungsstufe W3 beziehen demnach Professoren in Baden-Württemberg 5.528,94 Euro pro Monat, es folgen Hochschullehrer in Bayern mit 5.366,75 Euro und in Hamburg mit 5.317,32 Euro. Berlin zahlt ihnen dagegen nur 4890,35 Euro, Hessen 5147,49 Euro und Bremen 5.163,64 Euro. Ohne Rechtsanspruch können die Grundgehälter im Einzelfall durch leistungsbezogene Zuschläge erhöht werden.

Bei der Besoldungsgruppe W2 führt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich mit einem Monatsgrundgehalt von 4.578,74 Euro vor Bayern mit 4.500,60 Euro und Rheinland-Pfalz mit 4.416,29 Euro. Berlin rangiert dagegen mit einem Grundgehalt von 4.027,35 Euro auf dem letzten, Hessen mit 4.239,10 Euro auf dem vorletzten und Bremen mit 4.256,15 Euro auf dem drittletzten Platz.

Bei der Grundvergütung von Juniorprofessoren ergibt sich das gleiche Bild. Baden-Württemberg bietet W1-Professoren bis zu 3.924,26 Euro, Bayern 3.889,20 Euro und Rheinland-Pfalz 3.871,36 Euro. Berlin wartet dagegen mit 3.525,55 Euro, Hessen mit 3.710,92 Euro und Bremen mit 3.728,47 Euro auf.

Seit der Föderalismusreform können die Länder Besoldungsanpassungen bei den Grundgehältern selbständig vornehmen. Allein Baden-Württemberg schreibt Universitätsprofessuren ausschließlich als W3-Professuren aus. Das Bundesverfassungsgericht wird am 14. Februar 2012 über die Amtsangemessenheit der W-Besoldung entscheiden. Geklagt hatte ein nach W2 besoldeter Marburger Hochschullehrer.

Schwerpunktthema: Euro in der Zerreißprobe

Wer ist Schuld an den Schulden?
Mit Beiträgen von Jan Poser, Michael Burda, Christoph Markschies, Ulrich Thielemann u. a.

Weitere Beiträge:

Joachim Kahlert: Der Bildungsleviathan nährt sich prächtig
Über den Plan eines Nationalen Bildungsrates

Klaus F. Gärditz: Anachronismus
Über das Nebentätigkeitsrecht der Hochschullehrer: Kernprobleme und Lösungsvorschläge

Forschung & Lehre 2/2012 erscheint am 31. Januar 2012. Auszüge der jeweils neuesten Ausgabe können Sie unter www.forschung-und-lehre.de lesen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden