Frankenberg: Bessere Studienbedingungen durch Studiengebühren
Die Einführung von Studiengebühren in Baden-Württemberg wird nach Auffassung von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg rasch zu besseren Studienbedingungen führen. "Wir werden dafür sorgen, dass die Gebühreneinnahmen den Hochschulen zusätzlich als ´Drittmittel für Lehre´ zur Verfügung stehen. Dadurch werden vor allem die Studierenden selbst von den Gebühren profitieren", erklärte Frankenberg am 8. Juli in Stuttgart.
08.07.2005 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergDa Studiengebühren die Finanzierung der Hochschulen, die Studienangebote, die Strukturierung des Studiums und insgesamt die Position der Studierenden als "Kunden" ihrer Hochschule verbessern werden, sei die Einführung der Gebühren "ein wesentlicher Beitrag zur Hochschulreform".
Der Minister betonte, er wolle von den Vorteilen der Studiengebühren möglichst alle Studierenden überzeugen und werde deshalb weiter, wo immer möglich, gerade auch mit Kritikern der Gebührenpläne diskutieren. "Dazu gibt es für Studierende zum Beispiel Gelegenheit bei unserem nächsten Internet-Chat, den wir im September durchführen wollen." (Frankenberg)
Bis dahin soll der Gesetzentwurf zur Einführung von Studiengebühren vom Ministerrat beschlossen werden, teilte Frankenberg mit. "Die Eckpunkte sind seit längerem bekannt, dazu gehören die Obergrenze von 500 Euro im Semester, die Möglichkeit für alle Studierenden, Studienkredite zu erhalten, die erst nach dem Eintritt in den Beruf und ab einem bestimmten Einkommen zurückgezahlt werden müssen, sowie Regelungen für Härtefälle. Wir werden die Studiengebühren in Baden-Württemberg, wie wir dies stets erklärt haben, sozial ausgestalten", betonte der Minister. "Daran wird unser derzeit ausgearbeitetes Gebührenmodell zu messen sein."
Der Beschluss des Landtags über den Gesetzentwurf könnte laut Frankenberg noch in diesem Jahr erfolgen. Eingeführt werden sollen die Gebühren im Jahr 2007.
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