Frankenberg: Möchte auch Kritiker von Studiengebühren überzeugen
Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat die Demonstrationen von Studierenden gegen Studiengebühren als "einen Beitrag zur notwendigen gesellschaftlichen Diskussion über die Finanzierung unserer Bildung" bezeichnet, vermisst dabei allerdings "bei all den lautstarken und vielleicht populären Parolen wirklich überzeugende Argumente gegen die Einführung von Studiengebühren".
04.05.2005 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergDies erklärte der Minister am 4. Mai in Stuttgart. Er stelle sich jederzeit einer rationalen Diskussion mit Studierenden, so etwa letzte Woche in Stuttgart und nächste Woche in Freiburg, und werde auch in der kommenden Woche eine Delegation der Stuttgarter Demonstration zum Gespräch empfangen.
"Bei meinen zahlreichen Diskussionen mit Studierenden", so betonte Frankenberg, "versuche ich, auch die Kritiker davon zu überzeugen, dass die Einführung von Studiengebühren aus drei Gründen notwendig und richtig ist: für ein gutes und erfolgreiches Studium, weil Gebühren die Motivation aller Hochschulmitglieder für das Studium stärken; für die Finanzierung der Hochschulen, die dringend mehr Geld für bessere Studienbedingungen brauchen; und schließlich unter sozialen Aspekten, weil die Studierenden mit ihren Gebühren einen Beitrag zu ihrer guten Berufsausbildung bezahlen, die ihnen später bessere Jobs eröffnet." Besonders wichtig sei ihm, so der Minister, dass niemand durch Studiengebühren vom Studium abgeschreckt werden soll. "Dafür sorgt, dass jedem Studierenden ein günstiger Studienkredit gewährt wird, für den nicht selbst gebürgt wird und der erst vom eigenen späteren Einkommen zurückzuzahlen ist."
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