Gegenmodell zu Studiengebühren
(bikl) „Die SPD Schleswig-Holstein und ich sind klar gegen Studiengebühren“, erklärte die schleswig-holsteine Kultusministerin und amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz Ute Erdsiek-Rave heute in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau.
01.08.2006 ArtikelSie könne sich aber einen Beitrag von Akademikern vorstellen, der erst nach dem Studium gezahlt werde und dann direkt an die Hochschulen ginge. Mit einem solchen Gegenmodell könnten Entwicklungen vermieden werden, die sie mit der Einführung von Gebühren erwarte. Die Studierenden starteten ämlich mit Schulden ins Berufsleben und müssten auch noch die Zinsen schultern, an denen lediglich die Banken verdienten. Weil viele Studenten durch die Gebühren gezwungen würden, weitere Jobs anzunehmen, trage dieses Modell nicht dazu bei, dass sie zügig und konzentriert studieren könnten. Eine Landeskinderregelung wie Rheinland-Pfalz sie vorsieht, werde in Schleswig-Holstein nicht diskutiert, betonte Erdsiek-Rave.
Schüler individuell fördern
In den restlichen fünf Monaten ihrer Amstzeit, so die KMK-Vorsitzende, wolle sie eine Vereinbarung zum Thema Fördern und Fordern mit den Lehrerverbänden auf den Weg bringen. „Wir müssen die individuelle Förderung eines jeden Schülers fest in den Schulen verankern“, betonte Erdsiek-Rave. Außerdem wolle sie sich auch weiter dem Thema geschlechtergerechte Schule widmen „Wir haben eine rapide Verweiblichung in allen Lehr- und Erziehungsberufen. Das ist auf Dauer nicht gut", erklärte sie. Ende August soll dazu in Berlin eine große Fachkonferenz stattfinden.
Links
- Interview in der FR
- Bildungs-Special "Studiengebühren" auf bildungsklick.de
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