Gute und schlechte Hochschulen?
(bikl) Vor einem unfairen Wettbewerb im Bildungsbereich hat die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Margret Wintermantel, gewarnt.
10.10.2006 Artikel„Wir wollen Wettbewerb zwischen den Hochschulen. Wenn dieser allerdings überlagert wird vom Wettstreit zwischen den Ländern, drohen schädliche Ungleichgewichte“, erklärte Wintermantel gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) mit Blick auf die Föderalismusreform.
Sie äußerte die Befürchtung, dass die 16 Bundesländer ihre Hochschulen unterschiedlich ausstatten könnten und sich die Qualität von Lehre und Forschung nicht überall gleich gut entwickeln könne. Es müssten aber alle Universitäten und Fachhochschulen wettbewerbsfähig bleiben.
Nach Schätzungen der Kultusministerkonferenz (KMK) wird sich die Zahl der Studierenden bis zum Jahr 2014 von 2,41 Millionen auf 2,67 Millionen erhöhen. Im Jahr 2013, so Wintermantel gebe es den höchsten Andrang, dann bräuchten die Hochschulen 3,4 Millionen Euro zusätzlich für Personal und Sachmittel. „Alle jungen Leute mit einer Zugangsberechtigung zu einer Hochschule müssen die Möglichkeiten zum Studium haben. Alles andere wäre unverantwortlich“, so Wintermantel wörtlich gegenüber der NOZ. Sie erwarte deswegen vernünftige Lösungen im Rahmen des von der HRK vorgeschlagenen Hochschulpaktes 2020.
Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) tagt heute in Osnabrück. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgende Themen: die Eckpunkte der HRK für einen Hochschulpakt 2020, der HRK-Vorschlag für ein neues, qualitätsorientiertes Kapazitätsrecht, Schlussfolgerungen der HRK aus dem OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick", Neuregelung der Semesterzeiten zur Anpassung an internationale Gepflogenheiten und rechtliche Bedingungen der Erhebung von Studienbeiträgen.
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