Hochschulen und Forschungseinrichtungen wollen mehr Geld bei der Europäischen Union einwerben
"Sachsens Wissenschaftsräume aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen können durch eine bessere Justierung der Forschungsvoraussetzungen in ihren Strukturen weiter gestärkt und für die Zukunft hervorragend vorbereitet werden", sagte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer am Rande eines Treffens von etwa 30 Vertretern dieser Einrichtungen in Dresden. Im Vordergrund stehe, das nächste Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union noch stärker auf die Bedürfnisse der Antragsteller auszurichten, damit die sächsischen Einrichtungen mit ihren Forschungsprojektanträgen bei der Europäischen Union einen größeren Erfolg erzielen könnten. Wichtig sei dabei besonders für kleinere und mittlere Forschungseinrichtungen, die aufwändigen Antragsverfahren zu vereinfachen, wovon in der Folge auch der sächsische Mittelstand profitieren würde.
29.04.2010 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusIn der bis 2013 laufenden Förderungsperiode des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU stehen europaweit 53 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Einrichtungen können noch Anträge für die Projektförderung stellen. Derzeit laufen auch schon die Planungen für das 8. Forschungsrahmenprogramm (Laufzeit 2013 - 2020). In Brüssel ist vorgesehen, das Fördervolumen hierfür auf über 100 Milliarden Euro anzuheben.
Die erfolgreiche institutionelle Förderung von Forschung und Entwicklung von Unternehmen im Verbund mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen über EFRE-Mittel ist ein Markenzeichen sächsischer Forschungs- und Technologiepolitik. Die durch den Europäischen Strukturfonds EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) in Verbindung mit Landesmitteln unterstützte Entwicklung der sächsischen Wissenschaftsstruktur hat ihre Schwerpunkte in der Mikroelektronik, Material- und Werkstoffwissenschaften, Maschinen- und Fahrzeugbau, in der Umwelt- und Klimaforschung sowie in der Bio- und Nanotechnologie. Bei letzteren liegt der Fokus auf medizinischen Anwendungen wie der regenerativen Medizin und dem molekularen Bioengineering. Im Freistaat Sachsen haben sich aufgrund der günstigen Rahmenbedingungen für die Forschung mittlerweile sechs Institute der Max-Planck-Gesellschaft, 16 Fraunhofer-Institute, sieben Leibniz-Institute und zwei Helmholtz-Zentren angesiedelt. Der Freistaat zählt heute zu den bedeutendsten europäischen Standorten der Mikroelektronik- und Solarindustrie.
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