Land fördert Kinderbetreuung für das wissenschaftliche Personal an Hochschulen
Das Wissenschaftsministerium vergibt für insgesamt 18 Projekte an Hochschulen und Universitätsklinika Mittel aus dem Programm "Kinderbetreuung für das wissenschaftliche Personal". Dies teilte Wissenschaftsminister Frankenberg am 27. April in Stuttgart mit.
27.04.2007 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg"Mit diesem Programm wollen wir die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere verbessern. Dabei haben wir besonders die Betreuung von Kindern unter drei Jahren im Blick", sagte der Minister. Gerade im Wissenschaftsbetrieb könne bereits eine kürzere Familienpause die weitere Karriere beeinträchtigen. "Außerdem kommt es uns darauf an, die Kinderbetreuung den oft unregelmäßigen Arbeitszeiten an den Hochschulen anzupassen".
Mit Mitteln aus dem Programm werden in der ersten Ausschreibungsrunde insgesamt 247 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen. Darüber hinaus werden häufig die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen verlängert, um eine Betreuung bis 20.00 Uhr oder auch an Samstagen zu ermöglichen. Auch Konzepte zur Notfallbetreuung rund um die Uhr werden unterstützt. Insgesamt fördert das Land Betriebskosten mit rund 600.000 Euro jährlich für die Dauer von fünf Jahren und gewährt einmalige Zuschüsse für Erstausstattungen in Höhe von rund 200.000 Euro.
"Besonders erfreulich für mich ist, dass alle Anträge auf Förderung berücksichtigt werden konnten. Das Angebot muss jedoch noch weiter ausgeweitet werden, daher wollen wir eine zweite Ausschreibungsrunde starten", so Frankenberg.
Von der Verbesserung der Kinderbetreuung würden zwar beide Elternteile profitieren, die Maßnahme sei jedoch auch ein wichtiges Element der Frauenförderung. "Die Erhöhung des Frauenanteils in den Wissenschaften ist eines unserer hochschulpolitischen Ziele. Zwar haben sich die Relationen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Weitere Anstrengungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind jedoch dringend nötig. Eine gesicherte und passgenaue Kinderbetreuung spielt hierbei eine wichtige Rolle", erklärte der Minister.
Durch das Programm zur Kinderbetreuung für das wissenschaftliche Personal sollen Kinderbetreuungsangebote vorrangig für Kinder bis drei Jahren gefördert werden. Die Förderung ist zunächst auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt. Die Mittelvergabe wird durch eine Gutachterkommission vorbereitet.
In der aktuellen Ausschreibungsrunde profitieren neben den neun Landesuniversitäten vier Universitätsklinika, drei Pädagogische Hochschulen, sechs Fachhochschulen und eine Berufsakademie von dem Programm.
Förderbeispiele
Universität Freiburg: Erweiterung der Öffnungszeiten der Uni-Kita Freiburg, Schaffung einer Babykrippe Biolino" speziell für Eltern in den Biowissenschaften
Universität, Klinikum und Pädagogische Hochschule Heidelberg: Erweiterung der Kindergrippe INF 685
Universität Konstanz: Neubau eines Kinderhauses
Universität Stuttgart: Einrichtung einer Krippengruppe
Universität und Universitätsklinikum Ulm: Einrichtung einer Kinderkrippe und Notfallbetreuung
Pädagogische Hochschule Freiburg: "Campinis" - flexible Betreuungsplätze
Hochschule Reutlingen: KITA "Kinderglück", englischsprachige Betreuung
Berufsakademie Lörrach: Erweiterung der Kindergrippe "Zwergenland"
Keine Kommentare vorhanden