Lehrerausbildung: E-Learning für Sportstudenten

(redaktion/PM)Mit dem verstärkten Einsatz von E-Learning wollen die Frankfurter Sportpädagogen um Prof. Robert Prohl die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte im Schulsport verbessern. Jüngster Baustein ihrer Strategie ist das E-Learning-Seminar "Good-practice im Sportunterricht" im laufenden Wintersemester. Vor dem Hintergrund des Bildungsanspruchs eines "erziehenden Sportunterrichts" wird dort gezeigt, wie guter Unterricht funktioniert, geplant und ausgewertet wird.

27.10.2008 Artikel

Dabei kommen hybride Lehr-Lern-Szenarien, in denen unterschiedliche Möglichkeiten des mediengestützten Lernens kombiniert werden, und eigens produzierte multimediale Lehrmittel zum Einsatz. Die technischen und inhaltlichen Grundlagen hybrider Lehr-Lern-Szenarien werden im Rahmen des Verbundes hessischer Universitäten im HeLPS-Projekt (Hessische eLearning Projekte in der Sportwissenschaft) entwickelt, der vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst seit 2007 finanziell gefördert wird. Dieses Projekt, an dem alle universitären Ausbildungszentren für Sportlehrkräfte in Hessen beteiligt sind, verfolgt die Ziele, sportwissenschaftliches Fachwissen multimedial aufzubereiten, es Studierenden in einem webbasierten Lernsystem anzubieten und Lehrenden Materialien für den Unterricht online zur Verfügung zu stellen.

In Ergänzung zu den vielfältigen Darstellungen von Unterrichtskonzeptionen, wie sie beispielsweise in Form von Lehrbüchern vorliegen, werden in dem Teilprojekt der Universität Frankfurt (in Kooperation mit der Universität Kassel) Beispiele für "good-practice" im Schulsport erstellt, die didaktische Kommentare als E-Learning-Content für das Selbststudium sowie in Verbindung mit der Präsenzlehre bereitstellen. Methodisch sind die Kurse nach einem Blended-Learning konzipiert, einer Lernform, bei der die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning miteinander kombiniert werden. Die Pilotseminare stellen dabei folgende Aspekte in den Mittelpunkt:

Anhand von Praxisbeispielen (in Form von Video-Clips aus Schulalltag) wird veranschaulicht, wie man die theoretischen Grundlagen "guten" Sportunterrichts erarbeitet.

  • Multimedial aufbereitete Inhalte zum Thema der "Good-Practice" werden im Sinne des Lehrplans systematisch in die universitäre Lehre eingebunden.
  • Die für die Lehrerbildung konzipierten E-Lehrgänge kombinieren Fachtexte mit Videosequenzen aus "real-Life"-Situationen des kooperativen Lernens im Sportunterricht. So sollen lehrmethodische Probleme und Perspektiven guten Sportunterrichts aufgezeigt werden.
  • Präsenzphasen in der Universität wechseln mit Online-Phasen ab. So werden die Flexibilität und die Selbststeuerungskompetenzen der Studierenden trainiert. Dabei werden auch unterschiedliche Lernphasen-Kombinationen erprobt.

Im Sinne der Professionalisierung sollen die Lehramtsstudierenden auch ihre Medienkompetenz im Umgang mit dem didaktischen Werkzeug E-Learning erweitern und vertiefen. Abschließend soll eine umfangreiche Evaluation der weiteren Optimierung des neuen Seminarkonzepts dienen.


Weiterführende Links

  • Sportpädagogik Uni Frankfurt

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