Mehr "Frau Doktor" an sächsischen Hochschulen
In Sachsen verlassen immer mehr Frauen die Hochschule mit einem Doktortitel. Darüber informiert heute das sächsische Wissenschaftsministerium. So hätten im vergangenen Jahr 505 Frauen eine Promotion abgeschlossen. (insgesamt 1253 Promovenden) Im Jahr 2007 seien es rund 450 gewesen. "Diese Entwicklung ist gut, dennoch schöpfen junge Wissenschaftlerinnen ihr Potenzial längst noch nicht aus", so Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Gerade in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sei es wichtig, dass noch mehr qualifizierte Frauen eine wissenschaftliche Karriere anstrebten. In diesen Fächern werde nur jeder 4. Doktortitel von einer Frau erlangt. Im Bereich Medizin dagegen läge die Frauenquote bei den Promovierenden seit 2001 bei über 50 Prozent. "Dieses Beispiel muss Schule machen", forderte Frau Dr. Stange.
15.07.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDamit Frauen den Mut fänden diesen Weg zu gehen, müssen die Rahmenbedingungen für Frauen auf allen wissenschaftlichen Ebenen in Forschung und Lehre verbessert werden. Oft genug entstünden Frauen durch ihre individuellen Lebensläufe mit Familien- und Erziehungszeiten Nachteile in ihrer beruflichen Entwicklung. Seit Anfang Juli gebe es für Sachsens Hochschulen ein Koordinierungsbüro für Gleichstellungsbeauftragte, das auf Initiative des Wissenschaftsministeriums entstanden ist. "Es soll dazu beitragen, dass sich Wissenschaftlerinnen intensiver vernetzen können und dafür sorgen, dass das Gleichstellungsthema in die Chefetagen der Hochschulen befördert wird."
Das Wissenschaftsministerium finanziert diese an der TU Chemnitz angesiedelte Koordinierungsstelle mit je 200.000 Euro in den Jahren 2009 und 2010.
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