Minister Pinkwart überreicht Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an Plasmaphysiker Prof. Günter Ecker

Prof. em. Dr. Dr. h. c. Günter Ecker (82), Gründungsprofessor der Ruhr-Universität Bochum, ist heute (8. September 2006) mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Erstauszeichnung) ausgezeichnet worden.

08.09.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Sie haben jahrzehntelang den Forschungssektor Plasmaphysik der Bundesrepublik Deutschland als Wissenschaftler und Organisator mitgeprägt", sagte NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart anlässlich der Urkunden-Übergabe. Das wissenschaftliche Werk von Prof. Ecker, der in Hattingen lebt, umfasst mehr als 120 Publikationen und mehrere Monographien.

Prof. Ecker ist Gründungsprofessor der Ruhr-Universität Bochum. Er trug wesentlich zur internationalen Profilierung des dortigen Fachbereichs Physik und Astronomie bei, dem er 1966 bis 1968 und 1983 bis 1984 als Dekan vorstand. Dabei regte er schon früh eine organisationsübergreifende Zusammenarbeit mit den Nachbaruniversitäten und dem Forschungszentrum Jülich an, die letztlich in der heutigen Arbeitsgemeinschaft Plasmaphysik (APP) - dem Zusammenschluss der auf dem Gebiet der Plasmaforschung tätigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen - ihren Ausdruck findet und deren Vorsitzender er von 1986 bis 2002 war und heutiger Ehrenvorsitzender ist.

Seit seiner Emeritierung im Jahr 1989 verstärkte Prof. Ecker sein Engagement für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Er setzte sich nach der Wiedervereinigung für die Zusammenführung der ost- und westdeutschen Plasmaforschung ein: 1991 war er Gründungsmitglied und bis 1997 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Plasmatechnologie e.V., die inzwischen nationaler wie internationaler Ansprechpartner in diesem Technologiesektor ist. Als Vorsitzender setzte er sich insbesondere für Gründung des neuen Instituts für Niedertemperatur-Plasmaphysik Greifswald ein, das sich neben der Forschung gerade auch der Anwendung widmet. 1994 verlieh ihm die Ernst-Moritz-Arndt - Universität Greifswald für seine Verdienste um die Plasmaphysik, insbesondere um den Standort Greifswald, die Ehrendoktorwürde.


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