Minister Rippel: Massiver Ausbau der Forschung stärkt Saarland nachhaltig
Im Rahmen der saarländischen Innovationsstrategie werden bis 2015 über 110 Mio. Euro in den Auf- und Ausbau der Forschungskompetenz im Saarland investiert Die Landesregierung stärkt im Rahmen ihrer Innovationsstrategie den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. "Der Ausbau der Forschungsinfrastruktur ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung des Strukturwandels und wird die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter erhöhen", so Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel.
29.04.2009 Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des SaarlandesMit einer Investitionssumme von über 110 Millionen Euro werden die Forschungskompetenz und der Technologietransfer im Saarland nachhaltig gestärkt. Das Land setzt aus Landesmitteln und dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) einen Betrag von über 80 Millionen Euro ein. Diese Leitinvestitionen werden die Voraussetzungen für den Transfer von Forschungsergebnissen in die saarländische, nationale und internationale Wirtschaft deutlich verbessern. "Bessere Lehre, mehr Studienplätze, neue Hightech-Arbeitsplätze, passgenaue Forschung für die regionale Wirtschaft und internationale Sichtbarkeit bei der Spitzenforschung - all dies sind lohnende Investitionen in die Zukunft unseres Landes", unterstreicht Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel.
Dabei profitieren der Aufbau und der Ausbau der außeruniversitären Forschungskompetenz vom vorhandenen und exzellenten Wissenschafts-Know-How der Hochschulen des Landes. In den letzten Jahren ist im Saarland ein beachtliches hochschulexternes Forschungspotenzial entstanden. Neue Forschungsinstitute wurden aus Schwerpunkten der Hochschulen heraus entwickelt und sind eng mit ihnen verknüpft. Diese Strategie gewährleistet, dass Forschung und Lehre in den Hochschulen gestärkt werden und ermöglicht den Instituten den Zugang zum wissenschaftlichen Nachwuchs.
Neue PharmBioTec GmbH mit Chance auf Aufnahme in Helmholtz Gesellschaft
So hat das Land mit der Universität den Aufbau der PharmBioTec GmbH vereinbart. Die PharmBioTec GmbH wird von der Universität in den nächsten Wochen als gemeinnützige Forschungsgesellschaft gegründet. Das Land stellt für Aufbau, Erstausstattung und Förderung von Projekten der PharmBioTec GmbH in den kommenden Jahren einen Betrag von 5,75 Millionen Euro zur Verfügung. "Besonders erfreulich ist, dass sich für PharmBioTec darüber hinaus noch in diesem Jahr die Möglichkeit bietet, als Institut in die Helmholtz-Gemeinschaft mit aufgenommen zu werden", so Minister Rippel. Derzeit wird von der Universität ein Antrag hierzu ausgearbeitet, der im Sommer von einem Experten-Gremium der Helmholtz-Gemeinschaft evaluiert wird. Mit einer endgültigen Entscheidung ist im Spätsommer zu rechnen. Das Saarland könnte damit einmal mehr wissenschaftliche Exzellenz unter Beweis stellen und mittelfristig in die Bundesfinanzierung aufgenommen werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands und bislang im Saarland noch nicht vertreten.
ZeMA stärkt Ingenieurswissenschaften und schafft Impulse für die regionale Wirtschaft
Mit der Gründung des neuen Zentrums für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) wurde kürzlich eine Leitinvestition des Landes zur Stärkung des Ingenieurbereichs beschlossen. Die ZeMA GmbH wird am 30. April 2009 von den Gesellschaftern Land, Universität und HTW offiziell gegründet. Mit 20 Millionen Euro Förderung durch das Land werden Forschung und Lehre in den nächsten fünf Jahren gezielt gestärkt. Das Hauptaugenmerk des Zentrums liegt auf einer anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung gemeinsam mit Industriepartnern. In dem Finanzierungspaket für das ZeMA ist auch eine Neubaumaßnahme enthalten. "Besonders erfreulich ist, dass die beiden Hochschulen eng kooperieren und die saarländische Wirtschaft sich mit zusätzlichen Stiftungsprofessuren im Wert von fast 3 Millionen Euro an diesem Projekt beteiligt", betont Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel.
Spitzenforschung im Bereich IT
Für Spitzenforschung in der Informatik ist das Saarland längst weltweit bekannt, davon zeugt auch die Einwerbung eines Exzellenzclusters und einer Graduiertenschule im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder und ganz aktuell die Standortentscheidung von Intel für ein eigenes Forschungszentrum im Saarland. Die hochkarätige Auftaktveranstaltung zu diesem Intel Visual Computing Institute wird am 12. Mai an der Universität stattfinden. Mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) wurde im Saarland ein beispielhaftes Modell realisiert, das Spitzenforschung und unternehmerische Anwendung erfolgreich zusammenbringt. 15 Gesellschafter, über 50 Ausgründungen und ein Jahresbudget von inzwischen weit über 20 Millionen Euro zeugen von einem dynamischen Wachstum. Dieses macht eine erneute bauliche Erweiterung am DFKI-Standort in Saarbrücken erforderlich. Minister Rippel: "Mit dem Start des dritten Bauabschnitts des DFKI noch im ersten Halbjahr 2009 schaffen wir mit einer Investitionssumme von über vier Millionen Euro die Voraussetzung für weiteres Wachstum im Saarland und für weitere Kooperationsprojekte mit der Wirtschaft, die neue Ausgründungen und private Investitionen bewirken." Das Land beteiligt sich mit 50 Prozent an den Baukosten. Bekanntermaßen stärkt auch die Max-Planck-Gesellschaft mit dem neuen Max-Planck-Institut für Softwaresysteme ihr Engagement im Saarland. Noch in 2009 wird der Spatenstich für den siebengeschossigen Neubau im Stuhlsatzenhausweg erfolgen. Die beiden einzigen Max-Planck-Institute auf dem Gebiet der Informatik sind damit im Saarland angesiedelt.
Ausbau anwendungsorientierter Forschungsinstitute und Stärkung des Technologietransfers
Auch beide Fraunhofer-Institute haben ihre Forschungskompetenz im Saarland weiter mit deutlich zweistelligen Millionenbeträgen gestärkt. Mit der Neugründung eines Steinbeis-Forschungszentrums Material Engineering Center Saarland (MECS) stärkt Professor Mücklich markt- und transferorientierte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Material Engineerings und der angewandten Materialforschung. Das Land stellt dafür über 5 Millionen Euro bereit.
"Gerade der Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft und die Forschungsförderung für saarländische Unternehmen sind ein Kernanliegen der Landesregierung", so Minister Joachim Rippel weiter. Im Rahmen der Innovationsstrategie wird deshalb der erfolgreiche Clusteransatz fortgesetzt, die Technologieförderprogramme wurden neu gestaltet, ein Projektbüro "FuE-Intensiv" für die Wirtschaft wurde bei der ZPT eingerichtet und eine Forschungsprämie für Kooperationsprojekte mit der Wirtschaft befindet sich in der Startphase.
Um diese dynamische Entwicklung spürbar zu vermitteln, veranstaltet die saarländische Landesregierung am 5. Mai 2009 zum dritten Mal den Innovationskongress "Empower Deutschland - Geniales Saarland: Wachstum durch Innovation". Es werden wieder über 1.000 Gäste zu dieser Veranstaltung im Congress Centrum Saarbrücken erwartet. Informationen und Anmeldung hierzu unter: Informationen und Anmeldung zu "Empower Deutschland - Geniales Saarland: Wachstum durch Innovation"
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