Minister Rippel: Stiftungsprofessur schafft innovative Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft und stärkt Ingenieurwissenschaften
Minister Joachim Rippel, der anlässlich der Ernennung von Dr. Uwe Waller den Rektor der HTW, Professor Dr. Wolfgang Cornetz, Oberbürgermeister Klaus Lorig der Stadt Völklingen sowie die beiden Geschäftsführer der Gewerbeansiedlung Völklingen (GAV), Bürgermeister Jochen Dahm und Michael Altpeter begrüßen konnte, betonte die Bedeutung der Stiftungsprofessur für die Profilbildung und die Bandbreite des Fächerkanons der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.
23.04.2009 Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des SaarlandesMinister Rippel: "Mit der Stiftungsprofessur wird ein weiterer Schwerpunkt für Forschung und Lehre im Bereich der Ingenieurwissenschaften gesetzt. Zugleich wird durch die Stiftungsprofessur ein innovativer Anreiz für Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen." Die Initiative der Stadt Völklingen im Bereich der marinen Aquakultur erweise sich als Kristallisationspunkt für fächerübergreifenden Technologietransfer.
Die Stiftungsprofessur Aquakultur wird von der GAV und vom Land gemeinsam getragen und mit 450.000 Euro über drei Jahre gefördert. Der Förderbetrag umfasst neben der Professur selbst auch die angemessene Ausstattung der Professur mit wissenschaftlichem Personal und Sachmitteln.
Professor Dr. Uwe Waller, langjähriger Leiter des Aquariums am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel, studierte in Berlin und Kiel Meteorologie und Biologie und promovierte am Institut für Meereskunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seit 1987 war er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter in verschiedenen Projekten der Forschung und Entwicklung mit Fischereibiologie und Aquakultur tätig, darunter auch ein Jahr an der Pacific Biological Station Nanaimo in Kanada. Seit 1994 forscht und lehrt er für das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel.
Wissenschaftlich ist Professor Waller durch vielfältige Publikationen und Projekte seines Faches profiliert. Für seine Forschungen zur "Weiterentwicklung der Kreislauftechnologie für die marine Fischzucht als einen Meilenstein der wirtschaftlichen Nutzung eines Produktes deutscher Hochtechnologie" erhielt er den Preis "Maritime Technologie 2001" der Technologieregion K.E.R.N. Durch seine langjährige Tätigkeit im nationalen und internationalen Kontext ist Waller prädestiniert, die HTW in vielfältige Kontakte in internationalen Netzwerken einzubinden.
Professor Dr. Waller will seine Tätigkeit an der HTW der Weiterentwicklung der Lehre im Bereich der Aquakultur widmen, um künftig hochqualifizierte Ingenieure in dieser Zukunftstechnologie auszubilden. Derzeit ist das Fach im Kontext des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik angesiedelt. Professor Waller wünscht sich langfristig die Etablierung eines eigenen Studienganges. Darüber hinaus plant er intensive Forschung und Entwicklung für den Bereich nachhaltiger Umwelttechnik für kreislaufgeführte Verfahren der Aquakultur, die zunehmende Bedeutung für die Nahrungsmittelproduktion und Welternährung gewinnt, nachdem laut FAO ein Viertel aller Meeresfischbestände gefährdet ist. Für die Aquakultur ist die Kreislauftechnologie dabei eine hochaktuelle Umwelttechnik, die im globalen Wandel schonenden Umgang mit knappen Ressourcen, wie insbesondere dem Wasser, gewährleistet und die Belastung der Umwelt verringert. Zugleich sollen optimale biologische Bedingungen dem Tierschutz und der Qualität der Produkte dienen.
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