Neue Studiengänge an der Pädagogischen Hochschule Freiburg
(bikl) Zum kommenden Wintersemester 2007/08 starten an der Pädagogischen Hochschule Freiburg eine ganze Reihe neuer Bachelor- / Master- Studiengänge: BA Erziehung & Bildung, BA Gesundheitspädagogik, BA Pädagogik der Frühen Kindheit und der trinationale MA Mehrsprachigkeit.
29.05.2007 ArtikelBachelor-Studiengang Erziehung & Bildung:
Der 6-semestrige modularisierte Bachelor-Studiengang Erziehung & Bildung tritt an die Stelle des bisherigen Diplom-Studiengangs Erziehungswissenschaft. Aus fünf angebotenen pädagogischen Kernkompetenz-Bereichen ("Didaktische Prozesse begleiten und evaluieren", "Erziehen und Beraten", "Führen, Leiten und Managen", "Netzwerke gestalten" und "Kompetenz in einem weiteren Wissens- und Handlungsfeld") wählen die Studierenden drei aus und setzen damit individuelle Schwerpunkte. Im anschließenden viermonatigen Praktikum können diese Kompetenzen im Berufsfeld einer ersten Bewährungsprobe unterzogen werden.
Eingerahmt werden die pädagogischen Kernkompetenz-Bereiche durch zumeist interdisziplinär angebotene Module zu den fachwissenschaftlichen Grundlagen (z.B. Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie), zu Forschungsmethoden, zu wirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen sowie zu Evaluation, Qualitäts- und Projektmanagement. Absolventinnen und Absolventen des Bachelor- Studiengangs Erziehung & Bildung, die keine unmittelbare Berufsaufnahme anstreben, können ab dem Wintersemester 2010/11 den direkt daran anschließenden weiterqualifizierenden Master-Studiengang studieren.
Bachelor-Studiengang Gesundheitspädagogik:
Die gestiegene gesellschaftliche und politische Bedeutung der Gesundheitsproblematik hat die Entwicklung von gesundheitsbezogenen Ausbildungsprogrammen befördert. Das Studium zum BA Gesundheitspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg hat im Vergleich zu vielen anderen Angeboten eine deutlich pädagogische Orientierung. Das Studium bietet vom 1. Semester an einen klaren Bezug zur Berufspraxis. Arbeitsfelder, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Tätigkeit als Gesundheitspädagoge/-pädagogin werden im Studium und in Studien vor Ort erkundet.
Gesundheitspädagogik konkret bedeutet z.B. unterschiedliche Schulungsprogramme (beispielsweise für Infarktpatient/innen u. v. m.) zu entwickeln; Maßnahmen der Suchtprävention im Auftrag von Krankenkassen oder Betrieben durchzuführen, verschiedene Kurse (beispielsweise zur diätetischen Ernährung u. v. m.) zu entwickeln, durchzuführen oder zu evaluieren; Aufbau und Unterstützung von Netzwerken zur gesundheitsförderlichen Entwicklung, Kampagnen zur Gesundheitsförderung und -aufklärung im Rahmen der Prävention zu planen, durchzuführen und auszuwerten.
Abolvent/innen des neuen Studiengang BA Gesundheitspädagogik werden Expert/innen mit deutlich pädagogischem Profil für die Gesundheitsförderung vor allem in der Prävention, Intervention und Rehabilitation.
Bachelor-Studiengang Pädagogik der Frühen Kindheit:
Die Bildungsdebatte der letzten Jahre macht deutlich, welche Bedeutung in der Optimierung der frühkindlichen Betreuung, Erziehung und Bildung liegt. Institutionen der Elementarpädagogik bzw. Erzieherinnen und Erzieher stehen vor zunehmenden Anforderungen, da in den neuen Bildungs- und Orientierungsplänen differenzierte Kompetenzen für den Elementarbereich eingefordert werden.
Der BA Studiengang Pädagogik der Frühen Kindheit wird von der Evangelischen Fachhochschule Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg gemeinsam ausgestaltet. Der bereits bestehende, akkreditierte Studiengang erhält durch die Kooperation beider Hochschu-len eine deutliche fachdidaktische Aufwertung. Ein wichtiger Schritt zum Anschluss Deutschlands an europäische Bildungsstandards im Bereich der frühen Kindheit ist damit getan. In der aktuell überarbeiten Form bietet der Bachelor-Studiengang Pädagogik der Frühen Kindheit eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung mit enger Verzahnung in den entsprechenden Praxisfeldern. Primäres Ziel ist hier die Entwicklung einer beruflichen Handlungskompetenz, um Erziehungs-, Betreuungs- und Bildungsaufgaben für Kinder im Alter von 0 - 10 Jahren wissenschaftlich fundiert und der Zielgruppe angemessen erfüllen zu können. Wobei das Angebot insbesondere in Richtung Leitungs und Multiplikatorenfunktion qualifizieren will. Das Studium befähigt für die Tätigkeit in Institutionen der Elementarpädagogik und hat den Aufbau und die Weiterentwicklung zentraler Kompetenzen zum Ziel.
Trinationaler Master-Studiengang Mehrsprachigkeit:
Wie es der Name sagt: Der MA-Studiengang Mehrsprachigkeit beruht auf der grenzüberschreitenden Kooperation von Hochschulen und Lehrerbildenden Einrichtungen in drei Ländern: in Deutschland, in Frankreich und in der Schweiz. Konkret sind dies die beiden Pädagogischen Hochschulen Freiburg und Karlsruhe, die Universität Koblenz- Landau (Campus Landau), die Université de Haute-Alsace in Mulhouse, die Université Marc Bloch in Straßburg, das Institut de Formation de Maîtres d'Alsace, die Pädagogische Hochschule der Nordwestschweiz sowie die Universität Basel.
Auch wenn es aufgrund der Beteiligung Lehrerbildender Einrichtungen nahe liegen würde: Der Master-Studiengang zielt nicht auf eine Lehramt. Vielmehr verfügen die zukünftigen Absolventinnen und Absolventen über Kompetenzen in der wissenschaftlich fundierten fächerübergreifenden und pädagogischen Beschäftigung mit Sprache und Kultur am Oberrhein. Sie sind im Grunde somit Erziehungswissenschaftler/innen mit sehr spezifischen Qualifikationen, die über ein gängiges erziehungswissenschaftliches Studium hinausweisen. Besonderheiten sind: die besondere Sprachkompetenz aufgrund des Studiums in unterschiedlichen Sprachräumen (dt., frz.), die Fachkompetenz in Bezug auf spezifische landeskundliche, interkulturelle und vergleichend erziehungswissenschaftliche Studien sowie die trinationale Methodenkompetenz in den Erziehungs-, Kultur-, Landes-, Sprachwissenschaften.
Weitere Informationen zu allen Studiengängen: http://www.ph-freiburg.de oder per E-Mail:
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