Norddeutschland

Norddeutsche Wissenschaftsminister wollen bei der EU mit einer Stimme sprechen - und länderübergreifende Projekte mit einem Preis befördern

Um länderübergreifende Wissenschafts-Projekte und Netzwerke stärker zu befördern wollen die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein künftig einmal im Jahr einen "norddeutschen Kooperationspreis" vergeben. Darauf einigten sich am Mittwoch (12. Mai) in Kiel die Ressortchefs bei der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz und setzten damit einen Auftrag der Regierungschefs ihrer Länder um.

12.05.2010 Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

Wie Gastgeber Jost de Jager sagte, richte sich der mit Geldpreisen zwischen 50.000 und 100.000 Euro dotierte Wettbewerb an Wissenschaftler aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Wissenschaftsministerkonferenz werde dazu jährlich ein Themengebiet vorgeben, eine Auswahlkommission anschließend drei eingereichte Projekte in die engere Auswahl ziehen und einer unabhängigen Vergabekommission vorlegen. "Auf diese Weise wollen wir erreichen, dass unsere Wissenschaftler im Norden zu einem noch engeren Schulterschluss veranlasst werden als es in der Vergangenheit der Fall war", so de Jager. Der Preis soll erstmals bereits in diesem Jahr verliehen werden.

Die Wissenschaftsministerkonferenz verständigte sich darüber hinaus auf eine gemeinsame Interessenvertretung bei der EU in Brüssel, um den Wissenschaftsstandort Norddeutschland auch international konkurrenzfähiger und bekannter zu machen. "Es ist nicht zuletzt im Lichte eines gewissen Süd-Nord-Gefälles wichtig, dass der Norden gegenüber der EU mit einer Stimme spricht", sagte de Jager. Ausgangspunkt für ein gemeinsames EU-Lobbying können die Schwerpunktthemen Erneuerbare Energien, Life Science, Luft und Raumfahrt, Maritime Technologien sowie Meeres- und Klimaforschung sein.

Zu diesen Clustern, die Stärken der norddeutschen Wirtschaft und Wissenschaft darstellen, wurden auch Eckpunkte für eine mögliche Imagekampagne beraten. Ziel einer solchen Kampagne, die ebenfalls auf Initiative der norddeutschen Regierungschefs fußt, ist es, die Vorzüge des Ausbildungs- und Karrierestandort Norddeutschland stärker in das Bewusstsein zu rufen, um im zu erwartenden Wettbewerb um innovative Köpfe besser zu bestehen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden