Studienplätze

Probleme bei der Hochschulzulassung "hausgemacht"

(red/pm) Die Probleme, die zur Verschiebung des Starts für das neue System der Studienplatzvergabe geführt haben, sind hausgemacht. Das erklären Dorothea Kübler und Frank Hüber vom Wissenschaftszentrum Berlin im aktuellen WZBrief Bildung.

15.04.2011 Artikel
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Hätte man auf die direkte datentechnische Anbindung der Hochschulen an die Stiftung für Hochschulzulassung und auf länderspezifische Vergaberegeln zunächst verzichtet, wären viele Probleme vermieden worden. Denn im Kern entspreche das neue "Dialogorientierte Serviceverfahren" dem bereits reibungslos funktionierenden Auswahlverfahren der Hochschulen für die medizinischen Fächer und Pharmazie, schreiben die Wissenschaftler im aktuellen WZ-Brief Bildung. Die geplante Reform der Studienplatzvergabe beurteilen die Autoren positiv. Sie biete Bewerbern und Hochschulen viele Vorteile.

Die Probleme, die zur Verschiebung des Starts für das neue System der Studienplatzvergabe geführt haben, sind nach Auffassung der WZB-Forscher Dorothea Kübler und Frank Hüber hausgemacht. Hätte man auf die direkte datentechnische Anbindung der Hochschulen an die Stiftung für Hochschulzulassung und auf länderspezifische Vergaberegeln zunächst verzichtet, wären viele Probleme vermieden worden. Denn im Kern entspreche das neue "Dialogorientierte Serviceverfahren" dem bereits reibungslos funktionierenden Auswahlverfahren der Hochschulen für die medizinischen Fächer und Pharmazie, schreiben die Wissenschaftler im aktuellen WZ-Brief Bildung. Die geplante Reform der Studienplatzvergabe beurteilen die Autoren positiv. Sie biete Bewerbern und Hochschulen viele Vorteile.

Mehrfachzulassungen und langwierige Nachrückverfahren bei der Besetzung von zulassungsbeschränkten Studienfächern werden bald der Vergangenheit angehören. Sämtliche Studienplätze sollen bereits Wochen vor Semesterbeginn vergeben sein. In den letzten Wintersemestern bliebenzunächst bis zu 18.000 Studienplätze unbesetzt.

Sobald das neue Verfahren umgesetzt ist, werden angebotene und gesuchte Studienplätze über ein Online-Portal zentral erfasst und vergeben. Abiturienten müssen sich daher nur noch einmal bewerben und nicht mehr direkt bei den einzelnen Hochschulen. Sobald ein Bewerber ein Zulassungsangebot akzeptiert, nimmt er am weiteren Verfahren nicht mehr teil. Nachrückverfahren lassen sich nach Einschätzung der Forscher aber nur dann vermeiden, wenn möglichst viele Hochschulen an dem neuen Verfahren teilnehmen. Nur so könnten Bewerber und Plätze zügig einander zugeordnet werden.

Die Hochschulen profitieren vom neuen Verfahren: Sie können ihre Studienplätze schneller, effizienter und auch weiterhin nach eigenen Wünschen vergeben. Denn die Ranglisten der Hochschulen entscheiden darüber, welchen Bewerbern ein Studienplatz angeboten wird.

Für Bewerber wird die Studienplatzsuche in Zukunft nicht nur einfacher, sondern auch transparenter. Sie müssen sich nicht strategisch verhalten. Um das bestmögliche Studienplatzangebot zu erhalten, brauchen sie ihre Studienwünsche lediglich in der wahren Reihenfolge zu nennen. Besser informierte oder risikofreudigere Bewerber sind damit nicht im Vorteil.


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Weiterführende Links

  • WZBrief Bildung: „Chance vertan. Warum das neue Verfahren für die Studienplatzvergabe bald kommen sollte“

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