Sachsens Wissenschaftsministerin fordert freien Zugang zum Master-Studium

"Es ist nicht im Sinne des Erfinders, wenn ein Bachelor Student keine Chance hat ein Masterstudium zu absolvieren", sagte die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute in Dresden. Einige Hochschulen hätten es sich zur Regel gemacht für Masterstudiengänge Zulassungsvoraussetzungen einzuführen und so den Übergang vom Bachelor zum Master zu erschweren. Das widerspreche der Bologna-Idee. Sie forderte einen freien Zugang zum Masterstudium für jeden Bachelorabsolventen.

26.07.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Grundsätzlich muss der Weg zum Master jedem Studierenden offen stehen", so Dr. Stange. Das erfordere auch eine bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen. Hier müsse, so die Ministerin mit Verweis auf die kommenden Haushaltsverhandlungen, dringend nachgebessert werden.

Sie verwies darüber hinaus auf die Möglichkeit, nach dem Bachelorabschluss zunächst in den Beruf zu wechseln, um nach einer Praxisphase eine spezialisierte Masterphase anhängen zu können. Bachelor- und Masterstudium müssen besser aufeinander abgestimmt werden. Studierende jedes Bundeslandes im Bachelorstudium sollten problemlos in den Masterstudiengang in einem anderen Bundesland wechseln können. Hier müssten die Hochschulen noch Hürden abbauen, so die Ministerin.

Unterdessen ist in Sachsen die Zahl derjenigen Studierenden, die sich für ein Masterstudium entscheiden, weiter gestiegen. Waren an Sachsens Hochschulen im Jahr 2006 noch rund 1900 Studierende in den Masterstudiengängen eingeschrieben, so waren es 2008 schon mehr als 3100.


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