Staatssekretär Nevermann bedauert bayerische Absage an einen Ausstieg aus den Studiengebühren: "Abschaffung überfällig"
Berlins Wissenschaftsstaatsekretär Knut Nevermann (SPD) bedauert die heutige Absage der bayerischen Landesregierung an eine Abschaffung der dortigen Studiengebühren.
14.07.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDie zuvor bekannt gewordenen Überlegungen, Studiengebühren im Freistaat abzuschaffen und Bildung von der frühkindlichen bis zur Hochschulausbildung gebührenfrei zu gestalten, hätten offenbar falsche Hoffungen geweckt. "Es ist schade, dass Bayern nicht in den Kreis der Länder zurückkehrt, in denen der Geldbeutel der Eltern nicht über die Bildungschancen der Kinder bestimmen soll". Nach Ansicht Nevermanns ist es schwer nachvollziehbar, wenn sich das bayerische Kabinett der bundesweiten Entwicklung entgegenstemmt und gemeinsam mit Niedersachsen eine Nachzüglerrolle einnimmt. "Die Abschaffung der Studiengebühren in Bayern und Niedersachsen ist überfällig" erklärt Nevermann mit Blick auf die beiden letzten Länder, die noch an Studiengebühren festhalten, während sie beispielsweise in Hamburg, NRW und Baden-Württemberg wieder abgeschafft werden.
Nevermann weist darauf hin, dass Berlin trotz schwierigster Finanzverhältnisse der Bildung höchste Priorität eingeräumt habe. Daher habe man aus bildungspolitischer Überzeugung entgegen dem Trend der letzten 10 Jahre in CDU- und FDP-regierten Ländern keine Studiengebühren eingeführt. Konsequenterweise seien im Laufe der letzten Jahre außerdem auch die letzten drei Kita-Jahre gebührenfrei gestellt worden.
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