Studierende wollen Medienangebote, die Präsenzlehre ergänzen, aber nicht ersetzen
Unter Studierenden sind vor allem die Medienangebote beliebt, die sich um die Präsenzlehre lagern. Dazu gehören beispielsweise gedruckte und elektronische Lehrbücher oder auch Skripte der Dozenten. Das geht aus Erhebungen der Jahre 2009 und 2011 über die Mediennutzungsgewohnheiten von Studierenden hervor, deren Ergebnisse Professor Dr. Gerd Gidion vom KIT in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre" präsentiert.
30.05.2012 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)Demnach erfreuen sich E-Learning-Angebote wie Lernplattformen nur mittlerer bis geringer Akzeptanz in der Studierendenschaft. Besonders schwach genutzt würden Angebote, die eine aktive Partizipation der Studierenden erforderten. Hierzu zählen Wikis, Blogs oder auch interaktive Lernsoftware. Virtuelle Lehr-Lernformen würden ebenso nur selten und mit geringer Zufriedenheit genutzt.
Laut Gidion lässt sich bei der studiumsbezogenen Mediennutzung eine Verlagerung der Nutzung von internen auf extern angebotene Anwendungen beobachten. Insbesondere bei Informationsdiensten würden externe Angebote wie z. B. Google Scholar internen Angeboten wie z. B. den Bibliothekdiensten vorgezogen. Eine Verdrängung stationärer durch mobile Netzzugänge sei im Gange. Während die Anzahl der mobilen Internetflatrates rasant zunehme (2009: 3%, 2011: 27,7%), entwickelten sich die Zahlen der Besitzer von stationären Internetzugängen rückläufig (2009: 87,2%, 2011: 79,1%). Nach Gidion setzt sich auch die Verdrängung des stationären Desktop-PC durch mobile Computer (Notebook, Netbook, iPad) fort. Vor allem bei den Tablet-Computern ließen sich in den nächsten Jahren Zuwächse erwarten.
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Forschung & Lehre 6/2012 erscheint am 31. Mai 2012. Auszüge der jeweils neuesten Ausgabe können Sie unter www.forschung-und-lehre.de lesen.
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