Task force-Mikroelektronik legt Empfehlungen zum Ausbau des wissenschaftlichen Umfeldes in der Region vor
"Es wird nur dann gelingen, die herausragende Stellung des Mikroelektronikstandortes Dresden und Umgebung zu erhalten, wenn wir ein attraktives und gut strukturiertes Forschungsumfeld für diesen technologieorientierten Wirtschaftszweig schaffen", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute in Dresden. Die Ministerin hatte zuvor Empfehlungen einer task force-Mikroelektronik zu Ausbau und Neustrukturierung des wissenschaftlichen Umfeldes in der Region vorgelegt.
31.03.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDie task force war im Sommer des vergangenen Jahres vom Wissenschaftsministerium mit dem Ziel eingesetzt worden, eine langfristige Entwicklungskonzeption für die mikro- und nanoelektronische wissenschaftliche Forschung am Standort Dresden und Umgebung vorzulegen. Der task force gehörten Vertreter der TU Dresden, des Max-Planck-Institutes für die Physik komplexer Systeme, des Fraunhofer CNT, des Fraunhofer-Institutes für Photonische Mikrosysteme, des Forschungszentrums Rossendorf, von Qimonda sowie des Wissenschaftsministeriums an.
Der Wissenschaftsstandort Mikroelektronik mit seinen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und den Universitäten Dresden, Freiberg und Chemnitz habe gerade aufgrund seiner Nähe zur Produktion erhebliche Vorteile. Dies dürfe aber nicht dazu verführen, langfristige Perspektiven in Forschung und Entwicklung zu vernachlässigen. "Wichtig für Leistung und internationale Sichtbarkeit des F&E-Standortes ist eine Ausweitung der Anwendungsgebiete bei gleichzeitiger Konzentration auf Schwerpunkte und der Ausbildung der Fachkräfte", so Dr. Stange. Die task force-Mikroelektronik empfehle daher zum einen die Gründung eines Wissenschaftszentrums Mikro-/Nanoelektronik an der TU Dresden, den Aufbau von Pilotlinien mit einem ersten Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt "3D-Integration" und die Gründung eines Technologierates Mikroelektronik Sachsen. Die Ministerin kündigte an, eine entsprechende Grundsatzentscheidung zur Umsetzung der task-force-Empfehlungen im Kabinett herbeiführen zu wollen. "Der Freistaat muss sich zu dieser ´Mikroelektronik-Offen¬sive` bekennen, nur so kann der Standort im internationalen Wettbewerb gestärkt werden."
Am Standort Dresden und Umgebung sind derzeit rund 40.000 Menschen in der Mikroelektronik beschäftigt. Mit rund 270 Firmen und Forschungsinstituten besteht mit Silicon Saxony der größte Branchenverband der Halbleiter-, Elektronik- und Mikroelektronik-Industrie Europas. Zum wissenschaftlichen Umfeld gehören neben der TU Dresden die Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in Dresden, die TU Chemnitz, die TU Bergakademie Freiberg sowie eine Vielzahl außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, wie z.B. Fraunhofer-Einrichtungen, das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf, das Leibniz Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) oder das Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme.
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