Universität Freiburg erhält 11 Millionen Dollar für die Reisforschung

Für die Weiterentwicklung des Goldenen-Reis-Projektes an der Universität Freiburg hat die "Grand Challenges in Global Health"-Initiative der "Bill and Melinda Gates Foundation" eine Förderung im Volumen von über 11 Millionen Dollar zugesagt.

08.07.2005 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg begrüßte diese Nachricht und sieht darin eine Bestätigung für die Forschungspolitik des Landes. "Die Tatsache, dass diese Förderung in Baden-Württemberg durch Professor Beyer an der Universität Freiburg koordiniert wird, belegt die exzellenten Leistungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Lande und deren hohe internationale Anerkennung. Das Ministerium hat mit dem Freiburger Akquisitionszentrum für Angewandte Biowissenschaften ideale Voraussetzungen für die fakultätsübergreifende und anwendungsbezogene Forschung und das Einwerben von Drittmitteln geschaffen. Jedoch sollten nicht nur die wissenschaftlichen Erfolge, sondern auch das ethische Engagement der Forscher herausgestellt werden. Die Entwickler des "goldenen Reises" haben sich dafür eingesetzt, dass diese Technologie den Entwicklungsländern kostengünstig zur Verfügung steht", erklärte Frankenberg am 8.Juli in Stuttgart.

Das Land hat die Akquisitionszentren ins Leben gerufen, um die rasche und unbürokratische Abwicklung von fakultätsübergreifender Verbundforschung und das Einwerben von Drittmitteln zu erleichtern. Nach einer dreijährigen Phase der Anschubfinanzierung durch das Land trägt mittlerweile die Universität die Kosten für das Zentrum für angewandte Biowissenschaften.

Die Fördersumme kommt einem internationalen Konsortium zugute, dass der Freiburger Biologe Professor Dr. Peter Beyer als wissenschaftlicher Koordinator leitet. 1999 hatte er zusammen mit Professor Dr. Ingo Potrykus von der ETH Zürich einen Prototypen des "Goldenen Reises" entwickelt. Diese mit Hilfe der Gentechnik entstandene Variante reichert Provitamin A an und leistet so einen Beitrag im Kampf gegen frühe Erblindung und Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern.


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