Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft begründen neues Netzwerk

"Wissenschaft und Wirtschaft müssen sich künftig noch enger vernetzen, damit Sachsen auf europäischer Ebene und damit im globalen Wettlauf um die zukunftsfähigsten Ideen und Produkte mithalten kann. Kluge Ideen von Wissenschaftlern brauchen innovative Unternehmen, die sie umsetzen", sagte heute Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange am Rande einer Konferenz, zu der heute 30 Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft im Wissenschaftsministerium zusammengekommen sind.

05.08.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Im Rahmen der "European Institute of Innovation and Technology"- Ausschreibung der EU zur Förderung von europäischen "Wissens- und Innovationsgemeinschaften" (Knowledge and Innovation Communities KICs) haben sich in den letzten Wochen mehrere Partner aus den Bereichen Hochschule, Wissenschaft und Wirtschaft zusammengefunden, um gemeinsam mit anderen europäischen Städten im Bereich "Nächste Generation der Inforamtions- und Kommunikationsgesellschaft" ein Netzwerk zum Thema "ICT for smart and sustainable cities" aufzubauen. Neben Dresden sind u.a. die Städte Paris, Cork, Cambridge, Grenoble, Bilbao und Leuven am Aufbau dieser europäischen Wissens- und Innovationsgemeinschaft beteiligt. Die Federführung für den Projektantrag hat die Fraunhofer-Gesellschaft unter der Leitung von Prof. Hubert Karl Lakner gemeinsam mit der TU Dresden. Neben dem Dresdner Netzwerk wird sich auch ein Konsortium aus Chemnitz unter Leitung von Prof. Neugebauer, Direktor des Fraunhofer-Institutes für Werkzeugmaschinen- und Umformtechnik und Professor an der TU Chemnitz, im Bereich Energieeffizienz um ein KIC bewerben.

"Noch haben wir in Sachsen keine sogenannte Eliteuniversität, aber wir verfügen über eine exzellente Hochschul- und Forschungsinfrastruktur und innovative Unternehmen, so dass alle Voraussetzungen vorhanden sind, um sich am Aufbau des EIT aktiv beteiligen zu können", so Ministerin Stange. Kompetente Praxispartner seien nun zur Mitarbeit aufgefordert, nicht um einer Brüsseler Idee zum Leben zu verhelfen, "sondern um Sachsen als Standort der Exzellenz von Wissenschaft und Wirtschaft weiterzuentwickeln."

Hintergrund:

Das European Institute of Innovation and Technology (EIT) ist eine neue Initiative auf Gemeinschaftsebene, die zum Aushängeschild der europäischen Innovationspolitik werden soll. Das EIT will ein europäisches Wissensdreieck Forschung-Bildung-Innovation errichten. Zusätzlich sollen vor allem europäische Unternehmen der freien Wirtschaft in diesen Prozess eingebunden werden. Schließlich sollen an jeder Spitze dieses Dreiecks die besten Hochschulen, die besten Forschungseinrichtungen und die innovativsten Unternehmen Europas stehen. Die Auswahl der besten Institutionen soll dabei nach den Kriterien der Exzellenz, des Innovationspotenzials und des zukunftsweisenden Kooperationsmodells im Rahmen eines offenen Wettbewerbsverfahrens erfolgen. Die Verbindung solcher Netzwerke zu europäischen "Wissens- und Innovationsgemeinschaften" (KICs) aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industrie sollen in den Bereichen Klimawandel - Anpassung und Vermeidung, nachhaltige Energie und die nächste Generation der Informations- und Kommunikationsgesellschaft aktiv werden. Die Finanzausstattung für die Durchführung aller Maßnahmen des EIT wurde für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2013 auf 308,7 Mio. EUR festgesetzt. www.forschungsrahmenprogramm.de/eit.htm


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