Weltstudententag am 17. November
An den bayerischen Hochschulen gab es im Sommersemester 2010 insgesamt 254 555 Studierende. Von diesen waren nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 19 527 sogenannte Bildungsausländer, also Personen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland oder durch Absolvieren eines Studienkollegs in Deutschland erworben haben. Im Sommersemester 2000 waren es erst 13 151. Damit stieg der Anteil dieser Gruppe innerhalb von elf Jahren von 6,7 Prozent auf 7,7 Prozent.
16.11.2010 PressemeldungWie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren im Sommersemester 2010 an den bayerischen Hochschulen insgesamt 254 555 Studenten immatrikuliert. 19 527 waren sog. Bildungsausländer, das sind ausländische Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland bzw. als Absolventen eines Studienkollegs im Inland erworben haben. Damit waren 7,7 Prozent aller Studierenden in Bayern Bildungsausländer.
Im Sommersemester 2000 gehörten 13 151 Studierende zu dieser Gruppe (6,7 Prozent aller Studierenden). Die Zahl der Bildungsausländer hat seit der Jahrtausendwende um 48,5 Prozent zugenommen, während die der deutschen Studierenden (einschl. Bildungsinländer) "nur" um 29,0 Prozent stieg. Die meisten der im Sommersemester 2010 an bayerischen Hochschulen eingeschriebenen Bildungsausländer kamen aus dem europäischen Ausland, darunter 7 438 (38,1 Prozent der Bildungsausländer) aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Die größte Gruppe (1368) waren Bulgaren, gefolgt von Österreichern (877). Weitere 3 393 ausländische Studierende stammten aus dem übrigen Europa. Hier kam die größte Gruppe (1 101) aus der Russischen Föderation. 8 696 Studenten mit einer ausländischen Hochschulzugangsberechtigung kamen aus außereuropäischen Ländern. Dabei stammten 5 904 aus Asien, wobei die Chinesen mit 2 254 Personen die größte Gruppe bildeten; danach folgen mit deutlichem Abstand indische Staatsbürger (510).
Bildungsausländer aus Asien stellen auch diejenige Gruppe dar, die seit dem Sommersemester 2000 am stärksten gewachsen ist. Ihre Zahl hat bis zum Sommer 2010 um 141,1 Prozent zugenommen, wobei die Zahl der Studenten mit indischer oder chinesischer Staatsangehörigkeit noch deutlich stärker gestiegen ist (+545,6 bzw. +260,6 Prozent). Dagegen nahm die Zahl der Studenten aus dem europäischen Ausland unterdurchschnittlich zu (28,6 Prozent), wobei sich deutliche Unterschiede zeigten, je nachdem, ob die Studierenden aus einem EU-Mitgliedsstaat (28,0 Prozent) stammten oder nicht (61,9 Prozent).
Mehr als ein Drittel der Bildungsausländer absolvierte ein Studium in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften (20,2 Prozent) sowie Mathematik und Naturwissenschaften (15,4 Prozent). Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften belegten 27,2 Prozent. Bei den deutschen Studierenden (einschließlich Bildungsinländer) lagen die entsprechenden Anteile bei 17,7, 17,5 sowie 31,9 Prozent. Im Bereich Ingenieurwissenschaften stieg die Zahl der ausländischen Studierenden im Vergleich zum Sommer 2000 überdurchschnittlich an. So waren diesen Sommer 3 395 Bildungsausländer eingeschrieben (+151,4 Prozent), bei deutschen Studierenden (einschließlich Bildungsinländern) stieg die Zahl der Ingenieurstudenten dagegen "nur" um 60,6 Prozent.
Keine Kommentare vorhanden