Wirtschaftsministerium erweitert Zugang zu Fördermitteln für Forschung, Entwicklung und Innovation
Gute Ideen zahlen sich in Schleswig-Holstein ab sofort noch mehr aus: Wie Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Dr. Werner Marnette heute (18. März) in Kiel bekannt gab, gilt ab sofort eine erweiterte Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung betrieblicher Forschung, Entwicklung und Innovation. Danach richtet sich die Förderung im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft (ZPW) künftig nicht mehr nur an kleine und mittelständische Betriebe, sondern ausdrücklich auch an Großunternehmen. Für kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern wird zudem die Förderquote um zehn Prozent erhöht. Je nach Art des Vorhabens können somit künftig bis zu 70 Prozent der Ausgaben für Forschungsleistungen gefördert werden.
18.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-HolsteinNach den Worten von Marnette ist das Ziel des Förderprogramms die finanzielle Unterstützung besonders aussichtsreicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die ein hohes Wachstumspotenzial besitzen. Inhaltlich geht es um die Produkt- oder Verfahrensentwicklung - von der ersten Idee bis zum serienreifen Prototypen. Hierfür stehen für die kommenden fünf Jahre rund 40 Millionen Euro zur Verfügung.
"Innovationen sind der Motor unserer Wirtschaft, deshalb darf dem Land keine einzige zukunftsträchtige Idee verloren gehen", begründet Marnette den Vorstoß. Das Land habe mit der neuen Förderrichtlinie das EU-Recht "bis an die Schmerzgrenze ausgeschöpft". Der Minister appelliert an die Unternehmerinnen und Unternehmer, von dem Angebot dringend Gebrauch zu machen: "Gerade in der derzeitigen konjunkturellen Schwächephase müssen die Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit nach dem Motto stärken: Wissen schafft Arbeit, Innovationen schaffen Zukunft".
Zwischen 2003 und 2008 sind über die Förderprogramme für betriebliche Innovationen in Schleswig-Holstein 91 Projekte mit Fördermitteln in Höhe von 33,3 Millionen Euro gefördert worden. Erfolgreiche Beispiele waren unter anderem die Firma Condias GmbH (Itzehoe) mit ihrem Projekt "Wasserdesinfektion und Sterilisation mittels Diamantelektroden", das Unternehmen 2wcom GmbH (Flensburg) mit der Entwicklung eines Frühwarnsystems für Hurrikan und Tornados sowie die ppi media GmbH (Kiel) mit der Entwicklung eines redaktionellen Workflow-Systems.
Anträge auf Förderung können bei der Wirtschaftsförderung und Technologie Transfer GmbH (WTSH) gestellt werden.
Ansprechpartner: Andreas Fischer, Tel. 0431 / 66 66 6-840.
In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 - 2013 rund 722 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie rund 175 Mio. Euro aus ergänzenden Landesmitteln.
In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei.
Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein.
Mehr Informationen im Internet unter www.zukunftsprogramm.schleswig-holstein.de
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