Wissenschaftsminister Goppel bei EU-Forschungskommissar Potočnik

Am Dienstag hat sich Bayerns Wissenschaftsminister Goppel in Brüssel mit dem EU-Forschungskommissar Potočnik über die künftigen Leitlinien der europäischen Forschungsförderung beraten. Der Minister sagte seine Unterstützung bei der sog. Lissabon-Strategie der Europäischen Union zu, nach der die EU bis zum Jahre 2010 zum wettbewerbfähigsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden soll. Die EU plant, die Mittel des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union (FRP) für die Jahre 2007 bis 2013 annährend zu verdoppeln.

22.03.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Die deutliche Erhöhung der EU-Forschungsgelder bringt Riesenchancen für den Wissenschaftsstandort Bayern. In den vergangenen Jahren haben wir den High-Tech-Standort Bayern konsequent ausgebaut. Heute nimmt Bayern mit seinem dichten Netz an universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen einen führenden Platz unter den Regionen Europas ein. Diese Stellung wollen wir in den kommenden Jahren gezielt ausbauen", so Goppel.

Goppel setzte sich in dem Gespräch mit Potocnik dafür ein, die Fördermittel für Forschungsvorhaben ausschließlich nach dem Kriterium der Exzellenz zu vergeben. Im Übrigen sollten die Mitgliedsstaaten auch weiterhin Freiheit in der Forschungspolitik behalten. Inhaltliche Vorgaben für die nationale Forschung behinderten den Wettbewerb in Europa. Die Europäische Forschungsförderung müsse einen "europäischen Mehrwert" erzeugen, der von einzelnen Mitgliedstaaten alleine nicht erreicht werden kann. Auch bei der Förderung der Grundlagenforschung durch die EU sei das Subsidiaritätsprinzip einzuhalten.

Um eine aktive Beteiligung der Wirtschaft zu gewährleisten, solle beim Übergang vom 6. zum 7. FRP durch Kontinuität im thematischen Bereich und hinsichtlich der Instrumente Verlässlichkeit und Berechenbarkeit garantiert werden, so Goppel. Außerdem solle das Potenzial derjenigen Hochschulen, die sich bevorzugt an kleineren Projekten beteiligen, noch besser für den Europäischen Forschungsraum nutzbar gemacht werden. "Von entscheidender Bedeutung ist hierbei die wesentliche Vereinfachung der komplizierten Antragsverfahren", erklärte der Minister.


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