Wissenschaftsminister Jürgen Schreier verleiht Landespreis Hochschullehre 2004
Wissenschaftsminister Jürgen Schreier hat heute (11.2.05) den ersten von drei Landespreisen Hochschullehre 2004 verliehen. Einer der Preisträger ist Professor Michael Dartsch von der Hochschule für Musik Saar. Er erhält mit der Auszeichnung ein Preisgeld von 16 666 Euro für die Einführung der Lehrveranstaltungsreihe \*Konzerte für Kinder" im Studiengang Elementare Musikpädagogik.
11.02.2005 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandJürgen Schreier: "Mit der Anerkennung und der Würdigung besonderer Leistungen in der Hochschullehre wollen wir Hochschullehrerinnen und lehrer ermutigen, neue Wege in der Lehre zu suchen und zu erproben. Angesichts der veränderten Bildungsmärkte in Europa und in der Welt wird die Qualität der Studienangebote immer mehr zu einem Wettbewerbsfaktor der Hochschulen. Ich habe diesen Preis ins Leben gerufen, um Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in diesem Land für besonders herausragende Leistungen in der Lehre auszuzeichnen, für Leistungen, die beispielgebend und geeignet sind, Lehre, Studium und Prüfung inhaltlich oder didaktisch-methodisch nachhaltig zu verbessern."
Die von Professor Michael Dartsch im Rahmen des Studiengangs Elementare Musikpädagogik ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe *Konzerte für Kinder" gilt als eine besonders gelungene Verbindung zwischen Studium und Berufspraxis einerseits und als vorbildliche Verknüpfung zwischen der Lehre und dem aktiven Kulturleben andererseits. Dartsch legt den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Konzeption, den Aufbau und die Einführung des Studiengangs *Elementare Musikpädagogik". Dieser Studiengang gilt als *Zukunftsform in der musischen Erziehung" und umfasst beispielhaft und perspektivisch das Spektrum der Frühförderung von Kleinkindern bis hin zu der Arbeit mit Senioren. Die Performances seiner Hochschulklasse haben unter anderem im Rahmen von Netzwerk Saar ("Musik für junge Ohren") neue Maßstäbe gesetzt.
Die Ausschreibung des Landespreises Hochschullehre 2004 im Oktober vergangenen Jahres ist erneut auf große Resonanz gestoßen. So haben sich vier Hochschulen des Landes mit insgesamt zwölf Vorschlägen um den Lehrpreis beworben. Die meisten Vorschläge kamen - wie bereits im Vorjahr - von der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Darüber hinaus haben die Hochschule für Musik und die Katholische Hochschule für Soziale Arbeit erstmals Vorschläge eingereicht.
Die Auswahlentscheidung für die Preisvergabe wurde von einer vierzehnköpfigen Kommission vorbereitet, die sich aus Studierenden, Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, einer Vertreterin der Frauenbeauftragten der Hochschulen sowie einer Vertreterin des Wissenschaftsministeriums zusammensetzte. Die Jury habe sich die Aufgabe nicht leicht gemacht, betonte Minister Schreier. Jeder Vorschlag sei von vier Gutachtern unabhängig voneinander geprüft worden.
Der Landespreis Hochschullehre ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und kann auf bis zu drei Preisträgerinnen oder Preisträger aufgeteilt werden. Die Preisgelder dienen der weiteren Verbesserung der Qualität der Lehre und sind nach freiem Ermessen der Preisträgerinnen und Preisträger für diese Zwecke zu verwenden. Für den Preis können zum einen alle Lehrenden aus den Hochschulen und der Universität des Saarlandes vorgeschlagen werden, zum anderen aber auch Arbeitsgruppen mit maximal drei bis fünf Mitgliedern.
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