Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Sachsen braucht jede Studentin und jeden Studenten"

"Angesichts des drohenden Fachkräftemangels brauchen wir jede Studentin und jeden Studenten", sagte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange heute. Anlass ist die am Mittwoch endende Bewerbungsfrist für zulassungsbeschränkte Studiengänge bei der ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) und bei den sächsischen Hochschulen. "Es muss gelingen, dass mehr Schülerinnen und Schüler die eine Studienberechtigung in der Tasche haben auch tatsächlich studieren, mindestens 80 Prozent." Diese Übergangsquote liege in Sachsen derzeit nur bei rund 74 Prozent. (Quelle: KMK 2008)

13.07.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Die Entscheidung für ein Studium ist immer eine persönliche Entscheidung, aber Sachsen tut gut daran, diese Entscheidung, wo auch immer es geht, zu erleichtern", so die Ministerin. Die im sächsischen Hochschulgesetz festgeschriebene Studiengebührenfreiheit habe die wichtigste Hürde aus dem Weg geräumt. Die Ministerin warb dafür, die Beratungsmöglichkeiten für ein Studium in Sachsen an den Hochschulen zu nutzen. Wichtige Informations- und Beratungstermine fänden sich unter www.pack-dein-studium.de im Internet.

Die ZVS vermittelt bundesweit an Universitäten für die Studiengänge Medizin, Pharmazie, Psychologie (Diplom), Tiermedizin und Zahnmedizin. Darüber hinaus übernimmt die Zentralstelle Serviceleistungen für die Vergabe von Studienplätzen mit örtlichem numerus clausus nach den Vorgaben von Universitäten und Fachhochschulen/Hochschulen. In den nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen besteht die Möglichkeit der Einschreibung bis Semesterbeginn. Viele sächsische Hochschulen bieten auch danach noch Nachfristen zur Immatrikulation.

Hintergrund:

Im Freistaat hatten im Jahr 2008 insgesamt 20 260 Schulabgänger mit allgemeiner oder Fachhochschulreife die Schule verlassen. Im Jahr 2009 wird mit mehr als 2000 Schulabgängern mit allgemeiner oder Fachhochschulreife weniger gerechnet. Bis 2012 wird erwartet, dass die Zahl der Schulabgänger mit allgemeiner oder Fachhochschulreife auf 11 500 sinkt. Danach sollte bis 2020 ein moderater Anstieg erfolgen. (Quelle: KMK Bericht)


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