Wissenschaftsministerin fordert politisch verbindliche klare Aussage der Länderchefs zum Hochschulpakt

"Die Fortsetzung des Hochschulpaktes 2020 über 2010 hinaus ist für Sachsens Hochschulen und die sächsische Wirtschaft angesichts der dramatisch einbrechenden Abiturientenzahlen von existentieller Bedeutung", sagte die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute in Dresden. Sie gehe davon aus, dass der sächsische Ministerpräsident Tillich zu seinem Wort stehe und den nun gefundenen Kompromiss zur Stärkung von Forschung und Hochschulen unterstütze.

05.05.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Jetzt hilft nur noch eine politisch verbindliche und klare Aussage der Länderchefs, sonst lösen sich Merkels Bildungsgipfel-Zusagen in Luft auf", so die Ministerin. Eine Fortsetzung des Hochschulpakts sei für Sachsen existenziell notwendig. Nur damit werde es gelingen, das demografische Tal zu überbrücken und den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Sachsen auch in den kommenden Jahren zu sichern.

Der Konferenz der Wissenschaftsminister hatte sich am 22. April darauf verständigt, den Hochschulpakt 2020 zwischen Bund und Ländern fortzusetzen. Ziel sei es dabei, bundesweit 275 420 zusätzliche Studienplätze zu schaffen, um den vor allem in den alten Bundesländern auf Grund doppelter Abiturientenjahrgänge und einer positiven demografischen Entwicklung an die Hochschulen drängenden Abiturienten einen Studienplatz anbieten zu können. Für Sachsen bedeute dies, bis 2010 die Zahl von 20 000 Studienanfängerplätzen aufrecht zu erhalten und danach in der Zeit bis 2015 im Durchschnitt rund 14 000 Studienanfängerplätze vorzuhalten. Dafür könne der Freistaat bis 2017 maximal 150 Millionen Euro erhalten. Die Mehrheit der CDU-Länderfinanzminister hatte den Vorschlag der Wissenschaftsministerkonferenz am vergangenen Donnerstag abgelehnt.


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