Wissenschaftsministerin kritisiert drohende Haushaltsperre als kontraproduktiv
"In einer Zeit, wo Milliarden-Konjunkturprogramme aufgelegt werden, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, versucht Sachsen als Sparmeister dazustehen. Das ist eine kurzsichtige Panikpolitik, die mehr an Vertrauen zerstört, als sie aufbaut.", reagierte heute Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange auf die Ankündigungen des Finanzministers zu einer bevorstehenden Haushaltsperre.
26.05.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus"Wir können nicht über Monate den Hochschulen und Forschungseinrichtungen den Auftrag geben, kurzfristig möglichst viel Geld umzusetzen und die Wirtschaft damit anzukurbeln und ihnen gleichzeitig mitteilen, Forschungsprojekte zu stoppen. Das ist kontraproduktiv und schadet nicht nur kurzfristig dem Arbeitsmarkt, sondern auch langfristig z.B. bei der Entwicklung von Innovationen." Es mache auch keinen Sinn, so die Ministerin, den Pensionsfonds in einer Finanz- und Wirtschaftskrise übermäßig zu füllen und dafür bei Kulturprojekten und Institutionen die ohnehin knappen Mittel zu kürzen.
"Die vergleichsweisen geringen Einsparungen bedeuten schmerzhafte Nadelstiche für die Betroffenen. Auch hiervon sind Arbeitsplätze betroffen. Wo die Politik von der Wirtschaft verlangt, in der Krisenzeit Arbeitsplätze zu halten, sollte sie nicht selbst mit schlechtem Beispiel vorangehen.", so Dr. Stange.
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