Wissenschaftsministerin kündigt neues Förderprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften an
Die Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften in Sachsen soll weiter gestärkt werden. Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange kündigte dazu heute anlässlich der Frühjahrssitzung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig ein Förderprogramm über zwei Millionen Euro jährlich an, das in diesem Jahr erstmals ausgeschrieben wird. Im Oktober sollen die ersten Projekte, die dann im Regelfall über zwei Jahre laufen, starten.
17.04.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus"Das Programm soll vor allem dazu dienen, regionale und überregionale Kooperationsnetze zwischen Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu befördern. Erstmals wollen wir mit einem eigenen Programm die Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften stärken", so Dr. Stange. Mit der Übernahme der Federführung des Verfahrens durch die Sächsische Akademie der Wissenschaften würden höchste wissenschaftliche Standards gewährleistet. So werde die inhaltliche Begutachtung durch die Akademie koordiniert: Sie setzt eine wissenschaftliche Kommission ein, die dem SMWK Projekte zur Förderung empfiehlt.
Die Sächsische Wissenschaftsministerin betonte, dass "neben der vom Wissenschaftsrat und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz empfohlenen Schwerpunktsetzung des Akademieprogramms in den Geisteswissenschaften auch die Natur- und Technikwissenschaften wieder den ihnen gebührenden Stellenwert bei den Akademien erhalten". Die Akademien müssten das gesamte Spektrum der Wissenschaften vertreten, wenn sie universale Antworten auf universale Fragestellungen geben sollten, so die Ministerin heute in Leipzig. "Die SAW ist eine Forschungsakademie, die in hervorragender Weise die interdisziplinäre Kompetenz für eine Verbindung zwischen natur- und geistes- sowie sozialwissenschaftlicher Forschung realisieren könnte", so Dr. Eva-Maria Stange.
Das SMWK fördert deshalb an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften ein größeres Projektvorhaben "Nachwachsende Rohstoffe als Chance für den Mitteldeutschen Raum" und stellt hierfür insgesamt 272.000 Euro bereit.
Keine Kommentare vorhanden