Zahl ausländischer Studierender an sächsischen Hochschulen hat sich seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt

An Sachsens Hochschulen waren im Wintersemester 2007/2008 fast doppelt so viele ausländische Studierende eingeschrieben wie noch im Wintersemester 2000/2001.Darüber informierte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute den Sächsischen Landtag.

13.03.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Demnach studierten 2007/08 rund 10 000 ausländische Studentinnen und Studenten in Sachsen, 2000/01 waren es noch 5200. Besonders deutlich sei dabei der Anstieg bei Studierenden aus den EU-Beitrittsländern Polen und Tschechien bis zum EU Beitritt; danach sind die Zahlen zumindest für Polen leicht rückläufig. Spitzenreiter mit mehr als 3600 ausländischen Studierenden ist die Technische Universität Dresden. Unter den neuen Bundesländern belegt Sachsen mit 9,4 Prozent ausländischen Studierenden den zweiten Platz hinter Brandenburg (12,2 Prozent). Der bundesdeutsche Durchschnittswert liegt bei 12,0 Prozent.

"Vor dem Hintergrund der eigenen demografischen Entwicklung und eines akuten Mangels an Fachkräften sind wir gut beraten, die Türen auch in Zukunft für Studierende aus unseren Nachbarländern weit zu öffnen", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie kündigte an - auch vor dem Hintergrund des Hochschulpaktes 2020 und der damit verbundenen Verpflichtung zum Erhalt von 19.940 Studienanfängerplätzen in Sachsen - künftig stärker um ausländische Studierende werben zu wollen. Eine entsprechende Kampagne solle 2010 auf den Weg gebracht werden.

Haupthindernis für ausländische Bewerber sei aber nach wie vor die Finanzierung des Studiums. Der Freistaat stelle, so Ministerin Dr. Stange, jährlich 200 000 Euro für Stipendien für Studierende aus mittel- und osteuropäischen Ländern (MOE) zur Verfügung. Aus diesen Mitteln könnten rund 14 Vollzeit- und 25 bis 30 Teilzeitstipendien gewährt werden. Aus Mitteln des Hochschulpaktes stehe darüber hinaus bis 2010 zusätzlich 1 Million Euro für MOE-Stipendien zur Verfügung.


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