Zahl der Unternehmensausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen steigt

"Forschung und Wirtschaft gehen in Sachsen Hand in Hand. Das beweisen die zunehmenden Ausgründungen von Unternehmen aus den sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen", sagte die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute während ihres Besuches am Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" auf der Hannover Messe. Während sich 2005 noch sieben Unternehmen allein aus der TU Dresden ausgegründet hatten, seien es im Jahr 2008 schon 27 gewesen. Auch Forscher der TU Bergakademie Freiberg, der Fachhochschulen Zittau/Görlitz und Zwickau sowie der HTW Dresden hatten in den vergangenen Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

20.04.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Stange mahnte vor diesem Hintergrund eine stärkere Unterstützung von jungen Technologieunternehmen durch die Banken an. "Die aktuelle Krisensituation darf nicht zur Abwanderung oder Existenzbedrohung einzigartiger Forschungs- und Technologiefirmen führen, denn diese sichern perspektivisch die wirtschaftliche Stärke des Freistaats mit innovativen Produkten", so die Wissenschaftsministerin.

"Forscher arbeiten nicht isoliert im stillen Kämmerlein, sie suchen den Kontakt zur Wirtschaft. Dabei werden wir sie auch weiterhin unterstützen." Programme wie das EFRE-Programm zur "Verbesserung der Forschungsinfrastruktur und für Forschungsvorhaben mit jeweils anwendungsnaher Ausrichtung" oder das sächsische Landesprogramm "Projekte im Forschungsbereich an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen" sicherten diese praxisorientierten Vorhaben. "Diese neuen Unternehmer schaffen zukunftsorientierte und qualifizierte Arbeitsplätze." Seit 2005 seien rund 92 Millionen Euro in branchenübergreifende Zukunftstechnologien wie Materialforschung, Nano-, Bio-, und Solartechnologie sowie in die Bereiche Erneuerbare Energien und Energieeffizienz geflossen. 26,6 Millionen Euro habe der Freistaat bereitgestellt, 60,4 Millionen Euro seien von der EU und 5,3 Millionen Euro vom Bund bereitgestellt worden.


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