Berlin

Zöllner: "Uneingeschränkte Unterstützung für die Berliner Anträge in der Exzellenzinitiative"

Wissenschaftssenator Zöllner hat sich hinter die Anträge von FU, HU und TU in der dritten Runde der Exzellenzinitiative gestellt und deutlich gemacht, dass diese die uneingeschränkte Unterstützung des Landes Berlin genießen. Zöllner: "Berlin wirft damit sein ganzes wissenschaftliches Gewicht in die Waagschale des Wettbewerbs. Auch mit Hilfe der finanziellen Zuwendungen durch die Einstein-Stiftung ist es den Hochschulen in überzeugender Weise gelungen, sich erneut in jeder Hinsicht konzeptionell zu steigern. Der Senat sichert allen Anträgen im Erfolgsfall die Kofinanzierung des Landes Berlin zu."

01.09.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Zum 1. September haben die Freie Universität und die Humboldt-Universität ihr jeweiliges "Zukunftskonzept" für die so genannte "3. Linie" des Exzellenzwettbewerbes beim Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht. Dies geschieht im Rahmen der zweiten Phase des Wettbewerbs, nachdem die Freie Universität bereits 2007 mit ihrem Konzept einer "Internationalen Netzwerkuniversität" erfolgreich gewesen war. Für die Freie Universität geht es mithin um eine erfolgreiche Fortsetzung ihrer bisherigen Maßnahmen, während die Humboldt-Universität mit dem Konzept "Bildung durch Wissenschaft" ins Rennen geht. Universitäten, die bei der "3. Linie" zum Zuge kommen, werden landläufig als Exzellenz-Universitäten bezeichnet.

Wie in den vorangegangenen Runden können sich die Universitäten auch in zwei weiteren Förderlinien bewerben, mit denen Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie "Cluster" als themenspezifische Forschungsverbünde gefördert werden. Für den Förderungszeitraum von fünf Jahren stehen insgesamt 2,7 Mrd. Euro zur Verfügung, die zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern finanziert werden. Von FU, HU und TU wurden zum 1. September achtzehn Anträge, davon fünf Neu- und sieben Fortsetzungsanträge, für Graduiertenschulen und zwei Neu- und vier Fortsetzungsanträge von Exzellenzclustern eingereicht. Fast die Hälfte der Anträge sind den Geistes- und Sozialwissenschaften zuzurechnen. Mit sechs Anträgen sind die Lebenswissenschaften der zweitstärkste Bereich, weitere vier Anträge kommen aus den Naturwissenschaften.

Das Land Berlin hat die Universitäten in den Jahren 2009 und 2010 mit zusammen 10,8 Mio. Euro zusätzlich bei der Antragstellung unterstützt.

Die Anträge werden in den nächsten Monaten durch international besetzte Wissenschaftlergruppen evaluiert. Die Entscheidung fällt am 15. Juni 2012.

In der ersten Phase des Wettbewerbs waren mit ihrem Zukunftskonzept (3. Linie) neben der Freien Universität Berlin die Universitäten RWTH Aachen, Freiburg, Göttingen, Heidelberg, die Technische Hochschule Karlsruhe, Konstanz, die LMU München und die TU München erfolgreich. Für Berlin bedeutete die erste Phase mit vier Exzellenzclustern und sieben Graduiertenschulen einen großen Erfolg: Insgesamt fließt dadurch zwischen 2006 und 2012 eine Summe von 210 Mio. Euro in die Berliner Universitäten, davon 158 Mio. Euro des Bundes und 52 Mio. Euro Kofinanzierung des Landes. Berlins Universitäten hatten damit nach Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen in absoluten Zahlen das meiste Geld eingeworben. Bezogen auf die Zahl der Einwohner des jeweiligen Landes ist kein anderes Land erfolgreicher.

Die Anträge der Hochschulen bedürfen der - schriftlich zu bestätigenden - Unterstützung der Länder. Dabei geht es auch um die Möglichkeit, die Projekte nach Auslaufen der Exzellenz-Initiative zu verstetigen. Dazu wird das neu geschaffene Förderprogramm für Einstein Zentren der Einstein Stiftung Berlin einen erheblichen Beitrag leisten.


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