Einen "Super-GAU für die empirische Bildungsforschung und einen Triumph für das längere gemeinsame Lernen", sieht Marianne Demmer, Schulexpertin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in den Vorgängen um die "Element-Studie" des Berliner Senats. Nach Bekanntwerden der Studie hatte sich herausgestellt, dass die Interpretationen des Verfassers, Prof. Rainer Lehmann, durch die Daten der Untersuchung widerlegt würden. Nach Demmers Worten macht "auch diese Studie wieder deutlich, dass die frühe Selektion, die Aufteilung der Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Schularten nach der Grundschule, nichts bringt. Mädchen und Jungen, die ab dem zehnten Lebensjahr in Elite-Gymnasien unterrichtet werden, lernen nicht mehr dazu als die Kinder, die in der sechsjährigen Grundschule bleiben". Damit bestätige eine lokale Studie die Ergebnisse der PISA-Untersuchungen. Diese hatten im weltweiten Vergleich keine Überlegenheit der frühen Selektion in Deutschland, sondern eher das Gegenteil gezeigt.
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24.04.2008
Pressemeldung
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft