Bologna-Prozess

Bildungsstreik

"Dieses Programm kann man sich sparen"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Bundestag aufgefordert, dem Gesetzentwurf der Regierung für ein "nationales Stipendienprogramm" abzulehnen. "Statt mit einer kräftigen BAföG-Erhöhung alle Studierenden besser zu fördern, plant die Regierung ein Extra-Taschengeld für eine kleine Elite. Dieses Programm kann sich Schwarz-Gelb wirklich sparen", erklärte das für Hochschulen verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller aus Anlass der heutigen Bundestagsanhörung. mehr

09.06.2010 Pressemeldung GEW Hessen

Bildungsstreik

BLLV auf der Seite der Bildungsstreikenden

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat seine Solidarität mit den streikenden Schülern und Studenten erneut bekräftigt: "Die jungen Menschen wehren sich zu Recht. Ich kann verstehen, dass sie wütend sind, weil sie das Gefühl haben, nicht ernst genommen zu werden. Sie sollen und müssen ihrer Entrüstung und Enttäuschung Ausdruck verleihen." Zwar habe sich die Politik auf Bundes- und Landesebene die Belange der Schüler und Studenten angehört, "angemessen reagiert wurde jedoch nicht", stellte er fest. "Die Studierenden leiden unter dem Bologna-Prozess, die Schüler, vorwiegend Gymnasiasten, unter dem achtjährigen Gymnasium und der Oberstufenreform. Beides hat dazu geführt, dass Druck, Stress und Frust enorm gestiegen sind - zu viel Prüfungsdichte und Bürokratie, zu wenig Zeit für individuelle Lernprozesse und Förderung." mehr

09.06.2010 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Bildung geht anders – Bildung geht besser

Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt die Ziele der Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden, die sich mit dem Bildungsstreik für bessere Hochschulen und Schulen einsetzen. "Allein das armselige pädagogische Konzept der neuen Werkrealschule zeigt, dass wir derzeit eine Bildungspolitik ohne Zukunftsperspektive haben. Bildung geht anders, Bildung geht besser, unser Bildungssystem muss gerechter werden", sagte am Mittwoch (09.06.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). mehr

09.06.2010 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Mecklenburg-Vorpommern

Kabinett stimmt Entwurf zum Landeshochschulgesetz zu

Das Landeshochschulgesetz (LHG) soll novelliert werden. Einem entsprechenden Gesetzentwurf, den der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Henry Tesch, heute vorgestellt hat, stimmte das Kabinett zu. Zuletzt wurde das Landeshochschulgesetz 2002 umfassend novelliert. mehr

08.06.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

BAföG-Erhöhung

Experten geht geplante BAföG-Erhöhung nicht weit genug

(hib/HAU/BOB) Die von den Regierungskoalitionen im 23. BAföG-Änderungsgesetz (17/1551) vorgesehene Erhöhung der Bedarfssätze und Freibeträge für die Ausbildungsförderung wird von Experten grundsätzlich begrüßt. Bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Montagnachmittag wurde zugleich jedoch die von Union und FDP geplante Erhöhung der Bedarfssätze um zwei Prozent sowie der Freibeträge um drei Prozent als zu gering bewertet. Auch die Oppositionsfraktionen hatten sich in eigenen Anträgen (SPD: 17/884; Die Linke: 17/1558; Bündnis 90/Die Grünen: 17/899) für eine weitergehende Erhöhung ausgesprochen. mehr

08.06.2010 Pressemeldung Deutscher Bundestag

SPD-Fraktion

BAföG-Novelle zu kurz gesprungen

Anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung zum 23. BAföG-Änderungsgesetz erklärt der stellvertretende bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Swen Schulz: mehr

07.06.2010 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Hamburg

Hamburgisches Hochschulgesetz wird weiter modernisiert

Der Hamburger Senat hat einen Gesetzentwurf zur Verbesserung des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte und zur gezielten Nachsteuerung beim Bachelor-Master-Studiensystem beschlossen. Ziel ist, mehr Berufstätigen den Zugang zu Bildungs- und Aufstiegschancen zu gewähren sowie die Bedingungen in Studium und Lehre zu verbessern. Die Neuregelungen sollen am 15. Juli 2010 in Kraft treten und damit bereits für das kommende Wintersemester 2010/11 wirksam werden. mehr

07.06.2010 Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Bayern

Bologna-Prozess: Studierende brauchen echtes Mitspracherecht

Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren die heute vorgestellten Leitlinien für die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses. "Der Wissenschaftsminister bleibt im Unverbindlichen. Damit sind diese Leitlinien nicht mehr als Kosmetik. Heubisch will den Studierenden angeblich mehr Mitsprache an den Hochschulen einräumen, aber noch am Freitag hat er sich klar gegen eine Verfasste Studierendenschaft in Bayern ausgesprochen – wie soll das funktionieren?", erklärt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote. "Miteinander reden ist schön und gut, aber es bleibt so lange eine Farce, so lange die Studentinnen und Studenten kein echtes Mitspracherecht haben." Die Grünen im Bayerischen Landtag touren gerade im Rahmen der Hochschulkampagne "Nur wer mitspielt, kann bestimmen! – Demokratische Hochschulen für Bayern" quer durch Bayern, um gemeinsam mit den StudentInnen starke Mitbestimmungsrechte zu erkämpfen. mehr

07.06.2010 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Bildungsausgaben

Deutsches Studentenwerk: "BAföG-Erhöhung muss jetzt kommen!"

"Die von der Bundesregierung lange angekündigte und vorbereitete BAföG-Erhöhung muss kommen. Alles andere wäre ein desaströses Signal an die Studierenden und bildungspolitisch falsch." So äußerte sich Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, heute aus Anlass der Sachverständi­gen­anhörung im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgen­abschätzung in Berlin. mehr

07.06.2010 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

Bildungsausgaben

GEW: "BAföG-Empfänger bald erste Opfer der Schuldenbremse?"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat kritisiert, dass sich der Bundesrat um eine Entscheidung für die Erhöhung des BAföG gedrückt hat. "So werden die BAföG-Empfänger zum ersten Opfer der Schuldenbremse. Dabei brauchen wir künftig mehr - und nicht weniger - Akademiker. Das wird nicht gelingen, wenn für Kinder aus Familien mit geringerem Einkommen kein Geld da ist, um ihnen ein Studium zu ermöglichen", sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Freitag in Frankfurt a.M. mit Blick auf die Bundesratsentscheidung. Die Länderkammer hatte eine Zusage für ein höheres BAföG von den Vereinbarungen beim Bildungsgipfel abhängig gemacht und will die mögliche Anhebung unter Finanzierungsvorbehalt stellen. "Für Steuergeschenke haben sich im Bundesrat dagegen regelmäßig Mehrheiten gefunden, zuletzt für die kontraproduktive Senkung der Umsatzsteuer für Hotels." mehr

04.06.2010 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft