"Integrierte Gesamtschulen gelten als vorbildlich. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stellt mit Freude fest, dass auch beim Deutschen Schulpreis 2007 wieder integrierte Gesamtschulen zu den Gewinnern des renommierten Preises gehören. Unser besonderer Glückwunsch gilt natürlich der Robert-Bosch-Gesamtschule aus Hildesheim", sagte Marianne Demmer, stellvertretende GEW-Vorsitzende und Leiterin des Vorstandsbereichs Schule, heute in Berlin. Demmer verlangte von der niedersächsischen Landesregierung, dass Neugründungs-Verbot für integrierte Gesamtschulen endlich aufzuheben, so dass zum neuen Schuljahr wieder Gesamtschulen gegründet werden können: "Es wird höchste Zeit, dass auch konservative Landesregierungen endlich erkennen, welch innovatives pädagogisches Potenzial in integrativen Schulen steckt. Gesamtschulen integrieren Kinder mit Behinderungen und aus Migrationsfamilien. Sie sondern nicht aus und bieten wie die Gymnasien den direkten Weg zum Abitur. Deshalb sind sie für viele Kommunen eine attraktive Möglichkeit, bei rückläufigen Schülerzahlen ein vollständiges Schulangebot aufrecht zu erhalten." Es sei Zeit, 'Schulfrieden' zu schließen und den großen Erfahrungsschatz der integrierten Gesamtschulen im Umgang mit Vielfalt anzuerkennen. Dieser Schatz müsse jetzt gehoben und auch von anderen Schulen genutzt werden.
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10.12.2007
Pressemeldung
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft