Einschulung

Rund 95 000 Vierjährige absolvieren im Mai die zweite Stufe der Sprachstandsfeststellung

Die erste Stufe der Sprachstandsfeststellung von Kindern zwei Jahre vor der Einschulung ist abgeschlossen. Landesweit konnten dabei rund 57 Prozent der beteiligten etwa 145 000 Kinder - das sind immerhin rund 83 000 Kinder - bereits frühzeitig aus dem Verfahren genommen werden. Diese Kinder haben schon im Rahmen der ersten Stufe gezeigt, dass sie ganz offensichtlich über gute Deutschkenntnisse und eine altersgemäße Sprachentwicklung verfügen. Die anderen rund 62 000 Kinder, bei denen das mit Hilfe des Verfahrens der ersten Stufe, in dem in der Regel vier Kinder auf einmal beteiligt waren, noch nicht deutlich genug wurde, werden nun ab Mai im Einzelgespräch intensiver untersucht - gemeinsam mit den rund 33 000 Kindern landesweit, die an der ersten Stufe nicht teilgenommen haben (z.B. weil sie noch keinen Kindergarten besuchen, oder weil sie krank waren). Insgesamt nehmen an der zweiten Runde der Sprachstandsfeststellung landesweit rund 95 000 Kinder teil, das sind knapp 53 Prozent aller rund 180 000 Vierjährigen. mehr

23.04.2007 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Kritik an Sprachtests nicht klein reden

"Das Schulministerium ruft zu einem Zeitpunkt zur Gelassenheit in Sachen Sprachtests auf, zu dem das Kind schon in den Brunnen gefallen ist", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). "Der erste Teil des Verfahrens war in der zeitlichen Abfolge so hektisch, dass Unsicherheit entstehen musste. Leider lässt sich dieses Problem auch schon für die zweite Phase voraussehen. Kritisiert werden muss auch, dass die tatsächliche zeitliche Inanspruchnahme der Lehrerinnen und Lehrer deutlich über den Angaben des Ministeriums lag." mehr

05.04.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Kultusminister legt Finanzierungsmodell für beitragsfreies Kita-Jahr vor

Der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann hat heute (05.04.2007) einen Vorschlag vorgelegt, wie die ab August 2007 entfallenden Elternbeiträge für Kinder im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung ausgeglichen werden können. "An die örtlichen Träger der Jugendhilfe wird vom Land pro Kind und Monat ein einheitlicher Pauschalbetrag von 120 Euro für eine Halbtagsbetreuung gezahlt. Der Betrag erhöht sich auf 160 Euro, wenn die Betreuungszeit mindestens acht Stunden an jeweils fünf Tagen in der Woche beträgt", erläuterte Busemann seinen Vorschlag. mehr

05.04.2007 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Erfolgreiches hessisches Modellprojekt "Deutsch & PC" wird nach Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen exportiert

Das hessische Modellprojekt "Deutsch & PC" ist so erfolgreich, dass es in drei weitere Bundesländer exportiert wird. Im Schuljahr 2001/2002 vom Hessischen Kultusministerium und der Hertie-Stiftung ins Leben gerufen, fördert "Deutsch & PC" den frühzeitigen und intensiven Erwerb der deutschen Sprache bei Kindern aus Zuwandererfamilien in der Grundschule, um ihre Chancen auf einen größtmöglichen Schulerfolg zu erhöhen. Der erfolgreiche Verlauf und die positiven Erfahrungen mit "Deutsch & PC" haben die Hertie-Stiftung motiviert, weitere 1,7 Millionen Euro für eine Ausweitung von "Deutsch & PC" bereitzustellen. In einer Ausschreibung wurden alle Bundesländer eingeladen, sich um das Modellprojekt zu bewerben: Die Wahl der Jury fiel auf Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen. mehr

30.03.2007 Pressemeldung Hessisches Kultusministerium

Deutsch für Zuwandererkinder in der Grundschule: Hertie-Stiftung holt Modellprojekt "Deutsch & PC" nach Berlin

Berlin ist eines von drei Bundesländern, das bei einer bundesweiten Ausschreibung der Hertie-Stiftung zur Ausweitung von "Deutsch & PC" den Zuschlag erhielt. Das Modellprojekt zur Sprach-, Lese- und Medienkompetenz von Zuwandererkindern wird außerdem in Bremen und Nordrhein-Westfalen eingeführt. "Deutsch & PC" fördert den frühzeitigen und intensiven Erwerb der deutschen Sprache bei Kindern aus Zuwandererfamilien in der Grundschule, um ihre Chancen auf einen größtmöglichen Schulerfolg zu erhöhen. "Deutsch & PC" startet zum Schuljahresbeginn in der flexiblen Schulanfangsphase. Schulanfänger mit Förderbedarf in Deutsch werden parallel zum Klassenverband in eigenen Fördergruppen von sechs bis acht Schülerinnen und Schülern zwei Stunden täglich in Deutsch und Mathematik unterrichtet. Spielerisch ergänzt wird das Lernen durch gemeinsames Arbeiten am Computer. mehr

30.03.2007 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Erfolgreiche Bildungsoffensive: Durchschnittlich 19 Erstklässler in der Grundschule und 22 Prozent mehr Vorschulkinder in Stadtteilen mit Problemlagen

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig hat heute die Hamburger Anmeldezahlen für Vor- und Grundschule im Schuljahr 2007/2008 vorgestellt. "Wir haben uns im Senatsprogramm ´Lebenswerte Stadt´ vorgenommen, die Grundschul-Klassen in allen Stadtteilen mit Problemlagen ganz besonders zu verkleinern: Dieses Ziel haben wir voll erreicht: Im Durchschnitt werden 19 Erstklässler in den Eingangs-Klassen derjenigen Grundschulen lernen, die nach der KESS-Studie (Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern) den Sozialindex eins oder zwei erreicht haben. Das ist ein erster großen Erfolg in unserer Bildungsoffensive für Stadtteile mit Problemlagen. In jeder dritten Hamburger Grundschule werden die Kinder so jetzt eine intensivere Förderung erfahren können und auch in allen anderen Eingangsklassen sinkt die Klassengröße deutlich." mehr

29.03.2007 Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Kinderleben Bd.3: Start in die Grundschule

Die Befragung von 1.493 Familien durch das Deutsche Jugendinstitut (DJI) betrachtet die Bedingungen des Überganges vom Kindergartenalter in die Grundschule, sowie die Erfahrungen mit der Institution Grundschule. mehr

28.03.2007 Pressemeldung Deutsches Jugendinstitut - DJI

VBE zum Muñoz-Bericht:

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) begrüßt den heute in Genf vorgelegten Muñoz-Bericht als "hilfreiche kritische Außenansicht auf das deutsche Bildungssystem". Der VBE-Bundes­vorsitzende Ludwig Eckinger betont: "Der UN-Sonderberichterstatter fordert mit Recht, dass Deutschland verpflichtet ist, ´die Verwirklichung des Rechtes auf Bildung bis an die Grenze seiner vorhandenen Ressourcen sicherzustellen´. Wir wissen alle, dass Bildung in der politischen Rangliste Deutschlands leider unter ferner liefen steht. Unsere Bildungsausgaben liegen unter dem EU- und unter dem OECD-Durchschnitt." mehr

21.03.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Eltern gegen gläsernen Schüler

Der Bayerische Elternverband unterstützt eine Petition des Elternbeirats am Gymnasium Grafing gegen die Schüler-ID. Die Kultusministerkonferenz will ein Bildungsregister aufbauen, in dem alle Schüler Deutschlands erfasst sind. Die Bundesländer sollen jeder Schülerin und jedem Schüler eine persönliche Identitätsnummer zuordnen, damit sich der gesamte Bildungsweg verfolgen lässt, von der Einschulung bis zum eventuellen Abitur. Außerdem sollen Informationen über den sozialen und ökonomischen Hintergrund der Schüler erhoben werden. "Das ist der gläserne Schüler - von Datenschutz kann dann keine Rede mehr sein!" sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. mehr

12.03.2007 Pressemeldung Bayerischer Elternverband

GEW: "Kein Weg für mehr Bildungsgerechtigkeit"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Vorschlag des "Aktionsrates Bildung", der für die bayerische Wirtschaft heute in München ein Konzept für das Schulsystem vorgelegt hat, als "widersprüchlich und unausgegoren" bezeichnet. "Dem Ziel größerer Bildungsgerechtigkeit kommen wir mit diesen Vorschlägen nicht näher. Mehr Ganztagsschulen und zusätzliche Investitionen in den Bildungsbereich sind natürlich richtige Forderungen. Schulranking, freie Schulwahl, Schulautonomie und Privatisierung hingegen vergrößern die Ungerechtigkeit. Sie vertiefen die soziale Spaltung – das beweisen alle internationalen Studien", sagte Marianne Demmer, für Schule verantwortliches Vorstandsmitglied der GEW, am Donnerstag in Frankfurt a.M.. mehr

08.03.2007 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft