Hauptschule

Angekündigte Reformen reichen nicht aus

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat die heutigen Ankündigungen von Ministerpräsident Horst Seehofer zur künftigen Schulpolitik in Bayern als "wenig mutig" bezeichnet. "Tiefgreifende Reformen bleiben erneut aus, Bayerns Lehrerschaft fühlt sich unverstanden und ist enttäuscht", stellte er fest. Die dringend notwendige Umsetzung der Regionalen Schulentwicklung (RSE), die das Schulsterben auf dem Land verhindert und für die Einzelschule mehr Eigenverantwortung vorsieht, kommt nur zögerlich voran. "Die von der Staatsregierung bevorzugten Kooperationsformen - sie basieren darauf, Haupt- und Realschulen unter einem Dach als eigenständige Schulformen zu erhalten - lassen nur wenig Handlungsspielraum zu. Weitere Schulschließungen werden so nicht verhindert." mehr

10.12.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Bildungspolitik braucht Ruhe

Der Bayerische Landkreistag sowie die Eltern und Lehrkräfte an den Bayerischen Realschulen sind sich einig: Unsere Schulen brauchen jetzt Ruhe und keine weiteren Strukturveränderungen, um dem eigentlichen Auftrag von Schule gerecht zu werden. Die Gesprächsteilnehmer stellten in allen bildungspolitischen Fragen große Übereinstimmung fest. So fordert der Bayerische Landkreistag in einem Forderungskatalog für die 16. Legislaturperiode speziell für das Schulwesen in Bayern eine Konsolidierung der Schulpolitik und die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems. "Genau das sind auch unsere Positionen", pflichten Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv) und Ingrid Ritt, Vorsitzende des Landes-Realschulelternverbandes (LEV-RS), bei. mehr

10.12.2008 Pressemeldung Verband Reale Bildung

VBE: Musische Fächer stärken

Gehirnforscher Manfred Spitzer und Kriminologe Christian Pfeiffer schwärmen beide von der Kraft der Musik. Der eine, weil sie die Entwicklung des Gehirns positiv beeinflusst, der andere, weil er nachgewiesen hat, dass sich die enorme Bedeutung der Musikschulen in Süddeutschland Gewalt mindernd auswirkt. Obwohl im Landeskabinett drei Präsidenten großer Musikverbände sitzen (Rau, Pfister, Köberle), wurde mit dem neuen Fächerkanon in den Grund- Haupt- und Sonderschulen die Musik optisch aus der Stundentafel genommen und in Fächerverbünde integriert. Es ist nicht wegzudiskutieren: Musische Fächer haben in diesen Schularten an Bedeutung verloren, obwohl die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse das Gegenteil verlangen würden, stellt der Referatsleiter "Öffentlichkeitsarbeit" des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) in Südbaden, Josef Klein (Rickenbach), fest. mehr

09.12.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

GEW Bayern fordert: Leistung der Grundschullehrerinnen und -lehrer endlich anerkennen!

"Die guten Leseleistungen, die IGLU den Grundschulkindern bestätigt, sind auch ein Verdienst ihrer Lehrer/innen," meint Gele Neubäcker, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern. "Deren Kompetenz und Engagement für die Kinder spiegelt sich in den guten Ergebnissen wieder." mehr

09.12.2008 Pressemeldung GEW Bayern

Gesamtschule oder Gemeinschaftsschule?

(von Valentin Merkelbach) Der unaufhaltsame Aufstieg Sachsens im PISA-Ranking der 3.Ländervergleichsstudie 2006 wird die Debatte über eine Reduktion der Schulformen von vier oder drei auf zwei neue Nahrung geben (PISA 2006). Schon das gute Abschneiden von Sachsen in PISA 2003, aber auch das von Thüringen und Sachsen-Anhalt, hatte die Frage aufgeworfen, ob nicht ein zweigliedriges System mit Gymnasium und einer Zweitschule für die Leistungsschwächeren ein gangbarer Weg sein könnte, um aus dem Mittelmaß der deutschen Schule im internationalen Vergleich herauszukommen. Man könnte sich so auch die eskalierenden Probleme mit der Hauptschule vom Halse schaffen und vielleicht ließe sich sogar die Zahl derer vermindern, die nach wie vor und seit PISA 2000 mit neuen Argumenten eine Schule für alle Kinder vom 1. bis 10.Schuljahr fordern und dabei vor allem auf das PISA-Siegerland Finnland verweisen. mehr

05.12.2008 Artikel

GEW: "KMK will die Öffentlichkeit offenbar für dumm verkaufen"

"Als Armutszeugnis und Versuch, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen", hat Marianne Demmer, Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), den Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) zu den Bildungsstandards bezeichnet. mehr

05.12.2008 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Rahmenbedingungen und Leistungsstandards müssen bundesweit vergleichbar sein!

Das Ergebnis der 324. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) vom 4. Dezember 2008 macht deutlich, dass der Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) in der laufenden Schulstrukturdebatte der letzten Wochen und Monate die richtigen Akzente gesetzt hat: "Der Schwerpunkt der Bildungspolitik in Deutschland ist nicht auf die Infragestellung bewährter Schulstrukturen zu richten, sondern auf die richtige und zielgenaue Förderung der Schüler in den bestehenden Schularten", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur zu den heutigen Ergebnissen der Kultusministerkonferenz. mehr

04.12.2008 Pressemeldung Philologenverband Baden-Württemberg

Ergebnisse der 324. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz am 4. Dezember 2008 in Bonn

Am 4. Dezember 2008 fand in Bonn die 324. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz unter dem Vorsitz ihrer Präsidentin, Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, statt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen folgende Themen: - Bildungsstandards und Ländervergleich 2009 - Bildungsverantwortung der Länder im Ausland - Kultusministerkonferenz will Demokratieerziehung stärken - Deutsche Digitale Bibliothek - Finanzielle Förderung des Abraham Geiger Kollegs - Wahl des Präsidiums 2009 - Gespräche mit dem Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz und der Bundesagentur für Arbeit mehr

04.12.2008 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Die Bildungsstandards werden nicht verändert

Auf der heutigen Sitzung der Kultusministerkonferenz in Bonn war die umstrittene Absenkung von Bildungsstandards kein Thema mehr. Schulministerin Barbara Sommer: "Nordrhein-Westfalen hat eine Absenkung der Bildungsstandards zur Erlangung des Hauptschulabschlusses im Vorfeld bereits abgelehnt. Ich freue mich sehr, dass wir bei diesem Thema inzwischen Einigkeit erzielt haben und eine Debatte nicht mehr notwendig war." mehr

04.12.2008 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Zur Schuldebatte im Landtag: VBE fragt, woher die Hauptschulen künftig ihre Schüler bekommen sollen?

Wenn bei der Grundschulempfehlung künftig das Wort "Hauptschule" durch "Werkrealschule" ersetzt werden soll, sich aber nur ein Bruchteil aller jetzigen Hauptschulen "Neue Werkrealschule" nennen dürfen, weil sie zweizügig sein müssen, fragt man sich beim Verband Bildung und Erzie­hung (VBE) Baden-Württemberg, woher die kleineren Hauptschulen kün­ftig die Schüler herbekommen oder ob sie gar gleich geschlossen werden. mehr

04.12.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg