Das Thema Bildung, insbesondere das Thema Schulreform für das Sommerloch zu nutzen, ist eine heikle Angelegenheit. Die betroffenen Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen befinden sich in den wohlverdienten Ferien, während sich die Politik hierzulande um das richtige Schulkonzept streitet. Gleichwohl: auch in zahlreichen anderen Bundesländern wird um Schulreformen, insbesondere um das längere gemeinsame Lernen gerungen. Erst gestern haben sich die Hamburger Bürgerinnen und Bürger entschieden: Es wird in den nächsten zehn Jahren keine Primarschulen geben und damit kein längeres gemeinsames Lernen, nicht einmal bis zur sechsten Klasse. Gescheitert ist damit der ernsthafte Versuch, mehr Bildungsgerechtigkeit im reichen Stadtstaat herzustellen. Gesiegt hat offenbar die Angst der gut situierten Mittelschicht, den Anschluss "nach oben" zu verpassen, wenn man sich zu sehr um "die da unten" bemüht.
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20.07.2010
Pressemeldung
GEW Thüringen